Prunk- und Galasitzung
Genau so geht Karneval

Borghorst -

Ja, genau. So geht Karneval. Ein knackig-mitreißendes Prunksitzungs-Programm, gewürzt mit einer Menge Lokalkolorit, ein brechend voller Saal mit feierwilligen Narren und ein blendend aufgelegtes Dreigestirn, das auf eine über 200 Mann starke Hausmacht aus Ostendorf bauen konnte – was konnte da noch schief gehen? Nicht sonderlich viel, die Porzellanteller, die das Duo Sally und Pirelli nach ihrem Jonglage-Finale auf der Bühne zurückließen, mal nicht mitgerechnet. Die waren schnell zusammengekehrt.

Sonntag, 06.01.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 06.01.2019, 14:13 Uhr
Die Prinzen-Tanzgarde begeisterte mit einem Schautanz, der in Steinfurt seinesgleichen sucht. Tolle Kostüme, eine Hammer-Choreographie. Foto: Axel Roll

Häufig gehen die örtlichen Tanzgarden, weil sie halt seit Generationen wie selbstverständlich dazugehören, in Texten wie diesen unter. Diesmal nicht. Dass die Post nämlich in der Buchenberghalle so abging, wie sie abgegangen ist, daran haben die jungen Damen der drei Gruppen einen ganz gehörigen Anteil. Und an erster Stelle müssen da die Prinzen genannt werden. So einen Schautanz hat Steinfurt noch nicht gesehen. Kostüme, Musik, Tanz – die Illusion, an der Copacabana den brasilianischen Karneval zu feiern, war perfekt und das Publikum völlig aus dem Häuschen. Dabei waren, wie gesagt, die Chickendales und die Wilmsberger auch schon nicht schlecht. Auch sie brachten die rund 750 bunt verkleideten Karnevalisten im Saal ruckzuck auf die Stühle.

Dass sie dort blieben, dafür hatten die Vereinigten das „Superjecke Dreigestirn“

Prunk- und Galasitzung Borghorst

1/59
  • AXL_6161.jpg Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll

eingeladen. Gerd und Dustin Waree steckten als Vater und Sohn in den Puppenkostümen und wirbelten in einem Tempo über die Bühne, dass den Karnevalisten in der Halle schon beim Zuschauen die Puste ausging. Vor allem beschäftigte sie aber die Frage: Wie um Himmels Willen hat sich der Akrobat in die Zwergenpuppe von Bauer und Jungfrau gezwängt? Logisch, dass das jecke Dreigestirn erst mit einer Zugabe in den Feierabend entlassen wurde.

Der Start in das gut dreieinhalbstündige Programm gestaltete sich im Vergleich geradezu gemütlich. „Emma aus Emsdetten“, bestens bekannte Sabine Hollefeld, erzählte Döhnkes rund Ehemann Bernhard und um ihre Olympia-Figur: Zwei Ringe im Stehen, drei beim Sitzen. Nicht neu: Die wortgewandte Emma konnte sich gegen quasselnde Galasitzungsgäste in den hinteren Reihen kaum durchsetzen. Den Schlusspunkt setzten „De Drömmelköppe“, die mit „kölsche Lieder“ den Übergang in die Tanznacht schafften, die wieder gewohnt souverän von der Hauskapelle „Fine Time“ bestritten wurde.

Ach ja, Ehrungen gab es am Samstagabend auch. Peter und Ingrid Mende waren vor 25 Jahren das Stadtprinzenpaar aus dem Hause der Breuler Schützen. Ihrem verstorbenen, aber unvergessenen Zerri Dieter Stoll schickte die Halle ein donnerndes Helau in den Himmel. Vor 40 Jahren steuerten Dieter und Gerda Schulzki das Narrenschiff, gestellt von den Ost- und Westpreußen.

Das hatte es noch nicht gegeben: Ein auf 19.11 Uhr eingestellter Countdown. Und tatsächlich marschierten die Moderatoren Tobias Lackhütter und Christian Tönies auf die Minute pünktlich ein, das Gefolge von Ex-Zerris, und -Stadtprinzen, Musikverein Friedensklang, Elferrat, Karnevalskomitee und Dreigestirn im Schlepptau. Was hatte sich Stadtprinz Frank II. in seiner Ansprache zu Beginn der Sitzung noch gewünscht? „Die Bude soll wackeln, die Feier hier soll bombe werden.“ Der Wunsch war seinen Untertanen Befehl. . .

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6300365?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
FH-Verkehrsexperte forscht zum ÖPNV in Münster
Trambusse wie dieser fahren bereits in Belfast, Trondheim und Malmö.
Nachrichten-Ticker