Nach 66 Jahren Umzug nach Wettringen
Pohlmann verlässt Borghorst

Borghorst -

Seit 1952 ist die Firma Eisen und Baustahl Pohlmann in Borghorst angesiedelt, zunächst mit einer Zweigstelle des 1946 gegründeten Betriebs. Etwas später, nämlich 1968, wurde der Firmensitz komplett nach Borghorst gelegt, zunächst an die Kaiser-Wilhelm-Straße, 1977 dann an die Siemensstraße.

Sonntag, 06.01.2019, 14:08 Uhr
1977 zog das Familienunternehmen, das von Stephanie Pohlmann in dritter Generation geführt wird, an die Siemensstraße. Foto: Bernd Schäfer

Fast genau 50 Jahre später endet das Borghorster Kapitel der Unternehmensgeschichte: Ende des Jahres wird der Firmensitz erneut verlegt, diesmal nach Wettringen. Dort ist Pohlmann bereits seit 1998 mit einer Zweigstelle vertreten – aus dem gleichen Grund, aus dem sie demnächst komplett umzieht: „Als wir in den neunziger Jahren erweitern wollten, gab es damals schon keinen Platz mehr in Borghorst“, sagt Geschäftsführerin Stephanie Pohlmann gegenüber dieser Zeitung.

Weil sie von anderen Unternehmern in der Stadt immer wieder mitbekommen hat, dass sich daran wohl nichts geändert hat, habe sie diesmal gar nicht mehr bei der Stadtverwaltung nach einem Grundstück für eine Erweiterung angefragt, erläuterte sie weiterhin.

Andersherum sei aber auch niemand von dort auf sie zugekommen. „Die Stadt weiß seit einigen Monaten schon von unseren Umzugsplänen.“ Es habe sich aber noch niemand gemeldet, um einmal nachzufragen, worin denn wohl der Grund dafür liegt. Auch deshalb falle der Umzug nach Wettringen leicht. „Die Gemeinde ist im Vergleich zur Stadt Steinfurt viel flexibler“, hat Stephanie Pohlmann in den vergangenen 20 Jahren feststellen können.

Der Kontakt mit den Verantwortlichen sei deutlich unkomplizierter herzustellen, Anliegen würden deutlich schneller bearbeitet als in Steinfurt. „Das ist eine ganz andere Nummer, das macht echt Spaß mit denen."

Wenn mit dem Bau der neuen Gebäude alles nach Plan läuft, soll bereits im Sommer die Verwaltung nach Wettringen übersiedeln, danach kommen dann Waren und Werkzeuge – und das ist bei einem Stahlhandel eine im Wortsinn schwere Aufgabe. „Das ist ja alles nicht so leicht, was wir da transportieren müssen“, lacht die Geschäftsführerin.

Danach muss die gebürtige Borghorsterin zwar mehr Zeit für ihren Weg von Zuhause in ihr Büro einplanen, aber das ist nichts neues für sie. „Ich bin nach dem Aufbau der Zweigstelle in Wettringen sieben Jahre lang dort gewesen, ich kenne das.“ Leer stehen werden das Grundstück und die Gebäude an der Siemensstraße nicht, für sie gibt es bereits einen Käufer. „Darüber sind wir natürlich sehr froh.“

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