Breitband in den Bauerschaften
Lange Leitung für den Highspeed-Ausbau

Steinfurt -

Bis die Bewohner der Steinfurter Bauerschaften flächendeckend mit Highspeed im Internet surfen können, wird es noch ein Weilchen dauern.

Donnerstag, 15.11.2018, 21:28 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 15.11.2018, 21:28 Uhr
Bis das Glasfaserkabel in den Bauerschaften liegt, kann noch ein Zeitchen vergehen, derzeit läuft die Ausschreibung. Foto: dpa

Der Breitbandkoordinator des Kreises, Ingmar Ebhardt, schätzt, dass der Projektstart im zweiten Quartal 2019 erfolgen könnte – wenn bis dahin alles glatt läuft. Wie die Wirtschaftsförderin der Stadt, Debbie Kattenbeck, erläuterte, läuft gerade die europaweite Ausschreibung, in der sich die Unternehmen bewerben können, die den Ausbau in den Außenbezirken vornehmen wollen.

13,74 Millionen Euro werden der Stadt von Bund und Land für die Glasfaserverkabelung in den Bauerschaften zur Verfügung gestellt. Debbie Kattenbeck geht davon aus, dass am Ende rund 800 Haushalte angeschlossen werden können. Allerdings, darauf weist die Wirtschaftsförderin hin, werden die Innenstädte von Borghorst und Burgsteinfurt von dem Projekt nicht profitieren können. „Die wurden durch die Telekom mit ihrem Vectoring und Unitymedia bereits versorgt“, so Debbie Kattenbeck.

Die europaweite Ausschreibung wurde im September gestartet. Eine höchstkomplizierte Angelegenheit, die mit Hilfe von Beratungsfirmen für technische und juristische Fragestellungen auf den Weg gebracht wurde. Inzwischen ist nach den Worten der Ersten Beigeordneten Maria Lindemann der erste Teil der Ausschreibung, der sogenannte Teilnahmewettbewerb, abgeschlossen. Dabei wurden die potenziell geeigneten Bieterfirmen herausgefiltert. Die werden jetzt in einem weiteren Schritt zur Abgabe von Angeboten aufgefordert. Maria Lindemann sieht ein „großes Interesse der Anbieter“, will weitere Details aus dem Verfahren aber nicht nennen.

Wie lange es dauert, bis das Unternehmen feststeht, das in Steinfurt das Glasfasernetz verlegt, kann Lindemann noch nicht sagen. „Das hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Bieter im Verfahren verhalten“, so die Erste Beigeordnete. Vor Abgabe der endgültigen Angebote sei mindestens eine Verhandlungsrunde mit allen Anbietern vorgesehen. „Und selbst wenn alle Bieter mitspielen und das Verfahren ohne Einsprüche und fristverlängernde Maßnahmen durchläuft, ist das erfolgreiche Angebot noch von der Bundesnetzagentur und vom Fördermittelgeber zu prüfen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Erst dann werde die endgültige Bewilligung erteilt und der Ausbau könne starten.

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