Neuer Kunstrasenplatz ist nur der Anfang
Stadt will den „Sportpark Borghorst“

Borghorst -

Der Sport soll auch langfristig an der Gräfin-Bertha-Straße ein Zuhause haben.

Mittwoch, 13.06.2018, 17:00 Uhr

Seit Mitte Mai ist der Kunstrasenplatz im Preußen-Stadion gesperrt. Bis zum Herbst soll ein neues Grün verlegt werden. Die Stadt will dafür einen Kredit aufnehmen. Foto: Axel Roll

Das schlägt die Verwaltung der Politik vor, nachdem die Stadt das Hermann-Fründt-Stadion gekauft hat und jetzt kurz davor steht, mit einem neuen Kunstrasenplatz weitere 250 000 Euro in den Standort zu investieren. Die Konzentration der Sporteinrichtungen an dieser Stelle – Fußballstadion, Kombibad, privates Fitnesscenter – soll in einem Namen fürs Ganze Niederschlag finden: „Sportpark Borghorst“. Der zuständige Ausschuss wird heute Abend (18 Uhr, Sitzungssaal I im Rathaus) über das Konzept sowie den nicht geplanten Austausch des Kunstrasenplatzes beraten.

Wie gesagt, das neue Kunstgrün schlägt inklusive Beprobungs-, Planungs- und Bauleitungskosten mit rund 250 000 Euro zu Buche. Die Stadt will dafür einen zinsgünstigen Investitionskredit aufnehmen. Wie aus der Beschlussvorlage für die Politik hervorgeht, erwartet sie im Gegenzug von den Vereinen SC Preußen Borghorst und FC Galaxy, der bekanntlich ebenfalls an der Gräfin-Bertha-Straße trainiert, dass sie sich mit einer Muskelhypothek oder finanziell beteiligen. Das soll nach den Vorstellungen der Verwaltung nicht nur für den Platz selbst, sondern auch für den künftigen Ausbau des „Sportparks Borghorst“ gelten.

Ist der Ausbau zu einem Sportzentrum, das auch Nicht-Vereinsmitgliedern verstärkt zur Verfügung stehen soll, noch Zukunftsmusik, so ist das neue Geläuf für die Fußballer dringend notwendig: Seit Mitte Mai ist der Platz gesperrt, weil die Verletzungsgefahr durch die Wellen und Löcher auf dem Spielfeld zu groß geworden ist. Können die Kicker im Sommer noch auf andere Flächen ausweichen, wird das Problem in der kalten und damit dunklen Jahreszeit akut. Bis dahin soll der neue Rasen liegen.

Aus der Politik gibt es erste Reaktionen auf den Vorschlag der Verwaltung. So geht den Freien Wählern die Idee nicht weit genug. Sie möchte auch den SV Wilmsberg in den neuen Sportpark integrieren. Die Piggen hätten fast 20 Mannschaften und 650 Mitglieder. „Wo sollen die bleiben?“, fragt die FWS. Sie ist darüber hinaus der Ansicht, dass der Kunstrasenplatz allein von der Stadt finanziert werden müsse. In ihrer Vorlage macht die Stadt deutlich, dass sie mit dem Kauf des Geländes an der Gräfin-Bertha-Straße eine langfristige Entscheidung für den Sport an dieser Stelle getroffen habe. „Funktionell, raumplanerisch und städtebaulich“ sehe sie das Areal als „einen guten Standort für die Funktion Sport und Spiel“. Weiterentwicklungen und Investitionen auf der Fläche seien gewollt und finanziell „gut angelegt“. Wegen des geänderten Freizeitverhaltens der Menschen, die sich nicht mehr fest an einen Verein binden wollten, müsse die freie Nutzung von Sportanlagen ermöglicht werden.

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