Heimatverein Borghorst
Mutiger Blick in die Zukunft

Borghorst -

Personell und finanziell gut aufgestellt, wagte der Borghorster Heimatverein während der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Haus Tümler einen mutigen Blick in die Zukunft.

Dienstag, 20.03.2018, 16:03 Uhr

Der Vorstand des Heimatvereins blickt optimistisch in die Zukunft. In diesem Jahr wird das Stiftsjubiläum einer der Veranstaltungs-Höhepunkte. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer gratulierte dem Verein zu seinem Engagement für die Stadt. Foto: Karl Kamer

Der Zweite Vorsitzende Franz Josef Schönebeck verlas einen Jahresbericht, in dem Schriftführer Franz- Josef Dwersteg die ganze Bandbreite des Vereins zusammengestellt hatte. Mit mehr als 3000 Gästen im Museum Heimathaus und im Café HH sei man sehr zufrieden, es gebe aber noch immer Luft nach oben. Unter den 51 Besuchergruppen waren zahlreiche Schulklassen. Im Leineweberhaus waren gut 200 Gäste vertreten.

Die Laienspielschar begeisterte bei den fünf Aufführungen des plattdeutschen Schwanks „Dat Töttchenhotel“ mehr als 500 Besucher. Um aktiv und gesund zu bleiben gab es immer wieder große Teilnehmerzahlen bei den Wanderungen und Radtouren. Dazu standen viele Ausstellungen, Film- und Vortragsveranstaltungen sowie die plattdeutschen Nachmittage auf dem Programm.

Beim Aufzählen der großen Aktivitäten vergaß Schönebeck auch nicht die vielen Mitarbeiter, die sich im Verborgenen engagieren, wie die Senioren in der Werkgruppe oder eine aktive Frauengruppe, die bei vielen Veranstaltungen nicht nur für Gaumenfreunden sorgt, sondern auch das Haus in Schuss hält.

Durch die Anschaffung einer neuen Ausstattung soll das Heimathaus in Kooperation mit der Filmgruppe Klaus Knaup und Dieter Vinnenberg visuell attraktiver werden. Martin Wenner, der die Webseite des Vereins www.heimatverein-borghorst.de pflegt, hatte bislang 369 000 Zugriffe. Am häufigsten wurde der Pressespiegel mit 48 Prozent gelesen. Die Bücherwürmer Franz Kleideiter und Clemens Ewering kümmern sich um das Archiv. Franz Josef Kröning steckt viel Arbeit in seine Bilderdoku und Ahnensammlung. Aloys Kellers ist immer da, wenn es um Telefon, Elektro und WLAN sowie das Glockenspiel geht.

Bruno Eierhoff hat sich altersbedingt aus der Handwerkergruppe verabschiedet. „Er hat die Gemeinnützigkeit immer groß geschrieben und war in der Kirchengemeinde und Feuerwehr aktiv“, sagte Schönebek, als er sich bei dem Senior mit einem kleinen Geschenk bedankte.

Der Ehrenvorsitzende Berni Kerkering leitete die Wahl des Vorsitzenden, bei der es eine einstimmige Wiederwahl für Alfred Heptner gab. Wiederwahlen gab es auch für den Zweiten Kassierer Paul Lammerding sowie den Zweiten Schriftführer Bernd Blakert. Zum Kassenprüfer ernannte man Rolf Borgmann.

Kassierer Rohland Ahlers schied nach 18 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Er wird aber weiterhin als Museumsführer und in der Wandergruppe mitmachen. Seine Nachfolgerin wurde Marita Schmeddinghoff. „Dem Heimatverein geht es finanziell sehr gut“, sagte Ahlers in seinem letzten Kassenbericht.

„Das ist so toll, was hier gemacht wird für unsere schöne Stadt“, lobte die Bürgermeisterin, als sie sich auch im Namen der Bürger und Verwaltung bedankte. „Wir sind optimistisch, dass wir das gemeinsam mit der Politik hinkriegen“, betonte Claudia Bögel-Hoyer als sie vom Abriss und die Neugestaltung des Geländes der ehemaligen Weberei Kock sprach.

„Es wird alles dafür getan, dass das Stiftskreuz wieder zurück nach Borghorst kommt”, sagte der emeritierte Pfarrer Heinrich Wernsmann den Mitgliedern. Das Kreuz sei nicht nur ein Kunstwerk, sondern ein Reliquiar. „Das kann man nicht so einfach wegschließen”, erklärte der Pfarrer und erntete danach den Applaus seiner Zuhörer.

Wernsmann sagte den Heimatfreunden zunächst ein großes Dankeschön für ihr Engagement, das sie für Borghorst leisten.

„Davon hat ganz oft die Kirche profitiert”, betonte der Pfarrer. Fünf Jahre habe man damals gebraucht, um das Stiftskreuz wieder nach Borghorst zu holen. Er erinnerte daran, wie das Kreuz damals zum Fest Kreuzerhöhung viel in Bewegung gebracht habe.

Im Rahmen des Jubiläumsjahrs „1050 Jahre Borghorst“ soll das Stiftskreuz wieder im Mittelpunkt stehen. Eine Festwoche vom 9. bis 16. September soll der Höhepunkt des Jubiläumsjahrs werden, bei der es unter anderem ein Kinderfest mit dem Musiker Detlev Jöcker und einen Festgottesdienst mit Bischof Felix Genn geben wird.

Ein musikalischer Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist ein Musical, das eigens von Markus Lehnert und Klaus Uhlenbrock über die Anfänge Borghorsts geschrieben wurde.

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