Volllast am UKM-Marienhospital
Winter treibt Patientenzahlen hoch

Steinfurt -

Das UKM Marienhospital Steinfurt arbeitet derzeit nahezu unter Volllast. Die Auslastung sei in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, sagt Pressesprecher Stephan Schonhoven. Nun kommt auch noch der Winter hinzu – und damit traditionell die Jahreszeit, in der Ärzte und Pflegepersonal noch mehr zu tun haben als ohnehin schon.

Mittwoch, 08.02.2017, 23:02 Uhr

Leere Betten gibt‘s derzeit kaum: In dieser Jahreszeit sei die Belegung immer hoch, sagt Stephan Schonhoven. Die Auslastung des Marienhospitals ist aber auch insgesamt gestiegen.
Leere Betten gibt‘s derzeit kaum: In dieser Jahreszeit sei die Belegung immer hoch, sagt Stephan Schonhoven. Die Auslastung des Marienhospitals ist aber auch insgesamt gestiegen. Foto: dpa

Allerdings: Von der für diese Zeit typischen Noroviren- und Grippewellen ist das Marienhospital bislang weitgehend verschont geblieben. „Wir haben bislang keine erhöhten Influenza-Zahlen“, sagt Schonhoven . Dennoch würde sich das Winterwetter in den Belegungszahlen niederschlagen. Wie genau die Situation auf den Stationen ist, dazu macht das Krankenhaus keine Angaben, jedoch gebe es immer wieder Belegungsspitzen, sagt Schonhoven.

Während dieser könne es auch schon mal vorkommen, dass keine Kapazitäten mehr vorhanden sind und Patienten ein anderes Krankenhaus aufsuchen müssen, erklärt Schonhoven. Das sei aber keinesfalls die Regel. Nach Informationen dieser Zeitung wurden in jüngster Zeit Patienten mit Hinweis auf die Belegung nach Greven verwiesen.

„Die Belegung ist hoch, aber alle, die sich in der Notaufnahme an uns wenden, werden angemessen versorgt“, erklärt Schonhoven. Wenn eine stationäre Behandlung erforderlich sei, so werde ein Patient aufgenommen oder in ein anderes Krankenhaus verlegt.

Anstieg saisonaler Erkrankungen

Auch UKM-Chef Prof. Dr. Norbert Roeder hatte Anfang vergangener Woche während einer Pressekonferenz auf die hohe Auslastung hingewiesen. Mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit wertete er diese als Beleg für die Notwendigkeit des Standortes im Kreis Steinfurt . Gleichzeitig hatte Roeder angekündigt, dass die Station S-1 im Erdgeschoss reaktiviert werden soll. Das ist für das zweite Quartal 2017 vorgesehen. Danach wird das Krankenhaus über insgesamt 214 Planbetten verfügen.

„Nicht immer stehen alle freien Betten auch tatsächlich zur Verfügung“, erklärt Schonhoven. Wenn ein Patient wegen der Ansteckungsgefahr seiner Erkrankung nur isoliert von anderen Patienten auf einem Zimmer untergebracht werden dürfe, könnten unter Umständen freie Betten nicht belegt werden. Aus diesem Grund schwanke die Zahl der Patienten, die stationär aufgenommen werden kann, ständig.

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Zu besonderen Belegungsspitzen, unter anderem durch den Anstieg von saisonalen Erkrankungen, komme es aber jedes Jahr. Die Grippe könne allerdings meist zu Hause auskuriert werden. Der Hausarzt oder der hausärztliche Notdienst könnten den Betroffenen helfen.

„Für Patienten, die sich dennoch in der Notaufnahme melden, können wir eine angemessene medizinische Versorgung bieten. Sie besteht oftmals darin, Hinweise zum Umgang mit der Grippe zu Hause zu geben“, so Schonhoven.

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