Löschzug Welbergen ergänzt Gerätehaus um Carport
Hand in Hand für Zusammenhalt

Ochtrup -

„Ey, pass doch auf, du Held der Arbeit! Dein möglicherweise kaputtes Knie zahlt vielleicht deine Krankenkasse, aber wenn meine Handkreissäge ‚inne Wicken’ ist, guck‘ ich in die Röhre.“ Keine Frage, frotzeln gehört zum Handwerk. Ihre handwerklichen Fähigkeiten stellen derzeit die Mitglieder des Löschzuges Welbergen der Freiwilligen Feuerwehr Ochtrup eindrucksvoll auf dem Gelände des Gerätehauses an der Eschstraße unter Beweis.

Donnerstag, 01.08.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 16:10 Uhr
Carport und Schuppen dienen als Unterstellmöglichkeit. Foto: Martin Fahlbusch

„Es gibt immer zwei Seiten für so eine Baumaßnahme“, erläutert Michael Reinker als Löschzugführer, der aber keine Dienst- oder Einsatzkleidung trägt, sondern schlichte Arbeitsklamotten und ein Käppi gegen die sengende Sonne. „Ich freue mich einerseits, dass wir mittlerweile 57 aktive Frauen und Männer in unseren Reihen haben. Und zwölf Jugendfeuerwehrleute kommen noch mal „on top“. Das bedeutet aber andererseits, dass wir noch mehr Platz für die Spinde unserer Wehrfrauen- und Wehrmänner in der Fahrzeughalle brauchen. Da war dann plötzlich kein Platz mehr für den Anhänger, den wir für die benutzten Schläuche beim Transport nach Steinfurt zur Pflege und Kontrolle benötigen und der auch sonst zum Transport von Einsatzhilfsmitteln und Material benötigt wird“, erläutert der Feuerwehrmann die Situation. Zudem können die Einsatzkräfte aus dem Ortsteil mittlerweile einen zusätzlichen Mannschaftstran­s­portbus nutzen, den sie sich – vermittelt über die Stadt Ochtrup – mit Jugendsportteams und deren Fahrten zu Auswärtsbegegnungen teilen. Auch der benötigt einen vernünftigen Stellplatz.

So sei die Idee geboren, auf der Ecke des Geländes des Feuerwehrgerätehauses in Welbergen ein erweitertes, robustes Carport zu errichten, weil es dort die wenigsten Probleme für eine Baugenehmigung gab. Da sollen demnächst die Fahrzeuge untergestellt und noch ein kleiner Schuppen drangebaut werden, in dem der Löschzug – weil besonders gedämmt – auch andere Hilfsmittel verstauen kann. „Rund 10 000 Euro für Material stellt uns die Stadt zur Verfügung. Der städtische Architekt Matthias Gertz unterstützt uns und das Ingenieurbüro Josef Fislage hat bei der Konstruktion geholfen“, freut sich Reinker. „Die Motivation, im Löschzug zu helfen, ist toll“, lobt er zudem seine Kameraden und deren ehrenamtlichen Einsatz. Aber auch örtliche Firmen seien zur Stelle gewesen, wenn es nötig war. „Sogar Mitglieder der Ehrenabteilung hätten bei den Fundamentarbeiten geholfen. „Es ist schon prima, wenn du in den eigenen Reihen so viele Handwerker und handwerklich Geschickte und Motivierte hast, die kräftig mitanpacken“, weiß der Löschzugführer. „Gemeinsames Handwerken stärkt zudem den Zusammenhalt und beim Frotzeln kommt auch das Lachen als Motivation zum Arbeiten nicht zu kurz“, bestätigt Michael Reinker.

Unter anderem Fahrzeuge und Anhänger finden unter dem neuen Carport Platz.

Unter anderem Fahrzeuge und Anhänger finden unter dem neuen Carport Platz. Foto: Martin Fahlbusch

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