Baufortschritt im Mohring- und Schweringhook
Anlagen der Bürgerwind Welbergen wachsen

Ochtrup -

Wind ist etwas, was Franz-Josef Münstermann, Hans-Hermann Vollenbröker und Werner Kappelhoff im Moment nicht gebrauchen können – und das, obwohl sie damit künftig Geld verdienen wollen. Doch beim Bau der Windkraftanlagen ist jener eher hinderlich.

Samstag, 10.02.2018, 06:02 Uhr

Mit Kopf und Flügeln bestückt werden die neuen Windkraftanlagen derzeit.
Mit Kopf und Flügeln bestückt werden die neuen Windkraftanlagen derzeit. Foto: Martin Fahlbusch

Wind ist etwas, was Franz-Josef Münstermann , Hans-Hermann Vollenbröker und Werner Kappelhoff im Moment überhaupt nicht gebrauchen können – und das, obwohl sie damit eigentlich künftig Geld verdienen wollen. Die Geschäftsführer der Bürgerwind Welbergen GmbH & Co. KG betreuen seit einigen Monaten den Bau von vier Windkraftanlagen im Mohringhook und Schweringhook. Und so langsam nimmt ihr Vorhaben auch tatsächlich Gestalt an.

„Es wächst“, berichtet Franz-Josef Münstermann vom Fortschritt der Bauarbeiten. Nur das Wetter, ganz konkret eben besagter Wind, sorgte in den vergangenen Wochen dafür, dass an so manchem Tag das Pensum nicht geschafft werden konnte. Mittlerweile stehen beide Türme im Mohringhook, teilweise sind sie bereits mit Flügeln bestückt. Im Schweringhook fehlen an einem Turm noch zwei Stahlsegmente und der Kopf; an der anderen Anlage wurde bereits ein Flügel befestigt.

„Jetzt geht es richtig los“, freut sich Münstermann Mitte der Woche über die guten Wetterprognosen. Knackige Kälte, Sonnenschein und wenig Wind. Mit dieser Vorhersage sind die künftigen Windbauern zumindest derzeit noch bestens zufrieden. Denn nur so kommen die Arbeiter weiter voran.

Als nächstes stehen im Mohringhook übrigens die Netzanbindung und die Inbetriebnahme an. „Dieser Vorgang ist sehr aufwendig“, weiß Hans-Hermann Vollenbröker. Etwa drei beziehungsweise vier Wochen nehmen allein diese Arbeitsschritte in Anspruch. Deutlich schneller aufgrund der geringeren Leistung geht diese Maßnahme bei den Anlagen im Schweringhook. „In den Anlagen im Mohringhook ist deutlich mehr Technik verbaut. Entsprechend aufwendiger ist es, alles zu überprüfen“, erklärt Vollenbröker die Vorgehensweise.

Er und seine beiden Kollegen werden derzeit ordentlich in Anspruch genommen. Wie das bei Bauherren so ist, kommen regelmäßig Anfragen von der Baustelle und es gilt, größere und kleinere Entscheidungen zu treffen. „Da haben wir im Moment richtig was zu tun“, erzählt Werner Kappelhoff.

Wann immer es die Zeit zulässt, schauen die drei Geschäftsführer auf den Baustellen vorbei. Und sie sind bei Weitem nicht die Einzigen. „Da ist immer richtig viel los“, hat Vollenbröker einen echten Baustellen-Tourismus festgestellt. Die Baustelle mit den riesigen Kränen lockt viele Rentner an, die ihre Fahrradtour durch den Mohring- oder Schweringhook planen, aber auch Mütter mit ihrem Nachwuchs, der begeistert aus dem Kinderwagen heraus das Geschehen kommentiert, und natürlich Spaziergänger – mit und ohne Hund.

Viele der Schaulustigen würden sicherlich gerne einmal in so einer Windkraftanlage bis nach oben fahren – ein telefonzellengroßer Aufzug im Innern bringt die Bauarbeiter in luftige Höhen. Doch dieser Traum wird wohl ein solcher bleiben müssen. Und auch für die drei Geschäftsführer ist vorerst im Erdgeschoss Endstation. „Um bis nach oben fahren zu dürfen, muss man mehrere Lehrgänge besuchen und bestimmte Scheine absolvieren“, weiß Vollenbröker. Aber schade sei das schon, finden alle drei. „Vielleicht machen wir diese Kurse ja mal, wenn die Anlagen fertig sind“, meint Vollenbröker schmunzelnd und erntet bei seinen Mitstreitern abenteuerlustiges Grinsen.

Doch aktuell haben sie für derlei Dinge kaum Zeit. Im Gegenteil. Sie hockt ihnen vielmehr schon wieder im Nacken – die Zeit. Ein möglichst früher Inbetriebnahmezeitpunkt sei für die spätere Wirtschaftlichkeit des Projekts von entscheidender Bedeutung, erklären die drei Windbauern unisono. Bis zum 31. März sollen die Windkraftanlagen am Netz sein. „Sie müssen zumindest schon einmal gelaufen beziehungsweise der Zähler muss sich gedreht haben“, schränkt Vollenbröker ein. Denn: Bei einer Inbetriebnahme nach dem 1. April würde es wieder Abschläge bei der Vergütung des produzierten Stroms geben. Doch die Windbauern sind zuversichtlich, diesen Termin halten zu können.

Ein weiterer Plan, im Schweringhook den Bau einer zusätzlichen dritten Windkraftanlage zu realisieren, ist hingegen – zumindest vorerst – noch nicht umsetzbar. Denn um an den notwendigen Ausschreibungen der Bundesnetzagentur – die gesetzlichen Grundlagen für die Ausschreibungen sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt – teilnehmen zu dürfen, braucht es eine Genehmigung. Auf diese wartet die Bürgerwind Welbergen GmbH & Co. KG derzeit.

Bürgerwind Welbergen

1/29
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Martin Fahlbusch
  • Die Windkraftanlagen im Mohring- und Schweringhook in der Entstehung. Foto: Ralph Schippers
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5504533?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Öffnungszeiten in Enschede bereiten deutschen Nachbarn Bauchschmerzen
Verkaufsoffene Sonntage sind in den Niederlanden nicht generell vorgesehen. Die Kommunen entscheiden darüber selbst., die Mitarbeiter der Geschäfts sind wiederum berechtigt, die Arbeit am Sonntag abzulehnen,
Nachrichten-Ticker