Zu Besuch im „weißen Palast“
Wirtschaftsfrühstück macht bei Osko Station

Ochtrup -

Die 13. Auflage des Ochtruper Wirtschaftsfrühstücks machte am Donnerstagmorgen in der Osko GmbH an der Winkelstraße Station. Firmeninhaber Ralf Ostkotte plauderte bei der Unternehmenspräsentation aus dem Nähkästchen und gab einige Anekdoten aus der Firmengeschichte zum Besten.

Freitag, 15.04.2016, 07:04 Uhr

Wie am Fließband produziert die Osko GmbH unter anderem Blumentöpfe und Eimer aus Kunststoff. Am Donnerstag gastierte das Wirtschaftsfrühstück in dem Unternehmen.
Wie am Fließband produziert die Osko GmbH unter anderem Blumentöpfe und Eimer aus Kunststoff. Am Donnerstag gastierte das Wirtschaftsfrühstück in dem Unternehmen. Foto: Anne Steven

Vom Ursprung der Firma Osko GmbH als Töpferei Ostkotte sind eigentlich nur noch der Standort an der Winkelstraße und die Form eines Produkts geblieben. Denn Blumentöpfe stellt das Unternehmen auch heute noch her – nur eben nicht mehr aus Ton, sondern aus Kunststoff. Und es ist auch heute noch – 265 Jahre nach seiner Gründung – ein Familienbetrieb. Dort gastierte am Donnerstagmorgen das Wirtschaftsfrühstück .

Und es waren nicht wenige Teilnehmer, die bei der von der Stadt in Kooperation mit der Verbund-Sparkasse Emsdetten/ Ochtrup organisierten Veranstaltung dabei waren. Alle tummelten sich in einem Zelt auf dem Betriebsgelände des Unternehmens. „In der Halle wäre es zu eng geworden“, erklärte Ralf Ostkotte den Ortswechsel. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Kai Hutzenlaub, der neben den Unternehmern aus Ochtrup unter anderem Vertreter der örtlichen Schulen sowie einige Gäste aus den Niederlanden willkommen hieß, nahm Ostkotte die Teilnehmer mit auf eine Zeitreise. In kurzen Worten und mit unterhaltsamen Anekdoten gespickt ging es von der ersten Erwähnung des Töpfers Joan Bernard Ostkotte im Jahr 1749 im Eiltempo durch die Firmengeschichte. Seit Mitte der 1980er- Jahre stellt das Unternehmen auch Produkte aus Kunststoff her. „Unser Vorteil waren dabei unsere Kunden“, berichtete der Inhaber. Denn die nahmen nicht nur Tontöpfe, sondern auch die neuen Produkte aus Kunststoff ab.

Die neue Halle fanden, glaube ich, alle gut, bis auf meine Oma.

Ralf Ostkotte
Nach der Unternehmenspräsentation schloss sich ein Rundgang über das Betriebsgelände an.

Nach der Unternehmenspräsentation schloss sich ein Rundgang über das Betriebsgelände an. Foto: Anne Steven

Anfangs wurde noch im alten Firmengebäudes produziert. 1992 entstand dann eine neue, 1000 Quadratmeter große Halle. „Die fanden, glaube ich, alle gut, bis auf meine Oma“, plauderte der Chef aus dem Nähkästchen. Seine Großmutter habe den Neubau immer abweisend den „weißen Palast“ genannt, der doch nun wirklich nicht sein müsse.

Bis 2002 produzierte das Unternehmen noch Dekorationsartikel aus Ton und bis 2005 Blumentöpfe aus dem Naturstoff. „Dann mussten wir das leider einstellen“, berichtete Ostkotte. Die Vorteile der Kunststofftöpfe hätten irgendwann einfach überwogen. Heute stellt das Unternehmen pro Jahr eine Million Produkte für die Bereiche Gartenbau, Kosmetik und Pharmazie sowie Haushalt und Freizeit her. In letzterem Segment arbeitet das Unternehmen aus Ochtrup mit einem Großhändler zusammen, der seine Ware unter anderem an Aldi, Lidl, Tedi, Norma oder Rossmann vertreibt.

Nach der Theorie folgte am Donnerstag die Praxis. Für die Teilnehmer des Wirtschaftsfrühstücks ging es nun in die Produktionshalle, wo sie den 15 Mitarbeitern des Unternehmens bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter schauen durften.

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