Parkplätze auf der Bahnhofstraße
„Eine unglückliche Situation“

Nordwalde -

Sollen die drei Parkplätze vor den Gebäuden Watermann / Hidding auf der Bahnhofstraße zurückgebaut werden? Den entsprechenden Antrag stellte die UWG. Aus der Sicht vieler Bürger sei mit den Stellplätzen ein Gefahrenpunkt geschaffen worden.

Donnerstag, 11.07.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 16:24 Uhr
Wenn auf den drei Parkplätzen auf der Bahnhofstraße niemand parkt, können die Autofahrer über die Markierung fahren. Stehen dort Pkw, müssen sowohl Auto- als auch Radfahrer um sie herum fahren. Die Parkplätze sollen helfen, den Verkehr zu bremsen. Foto: Vera Szybalski

Stellen die drei Parkplätze vor den Gebäuden Watermann / Hidding auf der Bahnhofstraße einen Gefahrenpunkt dar? Der Ansicht seien viele Bürger, sagt die UWG. Sie hatte deshalb beantragt, die drei Stellplätze wieder zurück zu bauen. Dazu kommt es erst mal nicht.

Die Kommunalpolitiker wollen sich aber erneut mit dem Thema beschäftigen. Denn nicht wenige teilten die Meinung, dass die aktuelle Situation unglücklich ist. Der Rat verwies den Antrag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig bei fünf Enthaltungen in den Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss.

Ortstermin mit Vertretern des Kreises Steinfurt und der Polizei

Die drei Parkplätze hatte das Straßenverkehrsamt des Kreises Steinfurt auf Bitte der Gemeinde angeordnet. Sie sollen den Verkehr im Ortskern bremsen. Es sei ein vielfacher Wunsch aus der Bevölkerung und der Politik gewesen, kurzfristig und ohne bauliche Veränderungen vornehmen zu müssen, den Verkehrsfluss zu verlangsamen, sagte Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink .

Mit den drei Parkplätzen auf der Welle habe die Gemeinde „gute Erfahrungen“ gemacht. Bevor die Stellplätze errichtet worden seien, habe es einen Ortstermin mit Vertretern des Kreises Steinfurt und der Polizei gegeben. Beide seien mit den Parkplätzen einverstanden gewesen.

Reichert befürwortet Tempo 30

„Auch wenn die Polizei und der Kreis keine Einwände gegen die Stellplätze hatten, möchte die UWG nicht für künftige Unfälle an der betreffenden Stelle verantwortlich sein“, schrieb die Fraktion in ihrem Antrag. Der Radweg endet an der Einmündung zur Altenberger Straße. Die Fahrradfahrer fädeln an der Stelle in den Verkehr auf der Bahnhofstraße ein.

Das ist richtig, richtig gefährlich. Wir verlassen uns darauf, dass die Radfahrer bremsen.

Ursula Grothe

„Die Fahrradfahrer fahren jetzt teilweise über den Gehweg“, sagte UWG-Fraktionsvorsitzender Ludwig Reichert, der statt der Parkplätze lieber eine andere Maßnahme zur Verkehrsberuhigung hätte: „Man hätte besser Tempo 30 dort machen können.“

Manche Radfahrer nutzen den Gehweg

Die Gefahr für Radfahrer sah auch Ursula Grothe . Die SPD-Ratsfrau berichtete von einer persönlichen Beobachtung. Aus der mittleren Parklücke sei ein Fahrzeug gefahren, eine Radfahrerin habe gerade noch ausweichen können. „Sie fuhr vorschriftsmäßig“, sagte Grothe. „Das ist richtig, richtig gefährlich. Wir verlassen uns darauf, dass die Radfahrer bremsen.“

Manche Fahrradfahrer würden einfach über den Gehweg fahren, andere versuchen, auszuscheren, sagte Hans-Ulrich Rhein: „Das ist eine sehr unglückliche Situation. Die ist meiner Meinung nach auch nicht vergleichbar mit der Situation auf der Welle.“ Dort sei der Verkehr übersichtlicher, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Gemeinde kann die Stellplätze nicht einfach zurückbauen

Jürgen Abeler (CDU) bezeichnete die Situation ebenfalls als „unglücklich“. Er schlug vor, „die Parkplätze vielleicht weiter in Richtung der Felix-Fraling-Straße zu verschieben.“ Tobias Elshoff regte an, den Antrag an den Fachausschuss zu verweisen. Die Thematik sei „sehr umfangreich“. Die Optionen der Gemeinde solle der Fachausschuss diskutieren. „Dann können wir vielleicht Fachleute dazu bitten“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Hans-Ulrich Rhein beschäftigte die Frage, ob bis zur nächsten Sitzung des Planungsausschusses die Parkplätze jetzt so bleiben sollten „oder sagen wir, in dieser Zeit wollen wir für sichere Verhältnisse sorgen?“ Blumenkübel auf den Parkplätzen zu postieren, wie Ursula Grothe vorgeschlagen hatte, ist nicht möglich, sagte Hilgenbrink. Die Stellplätze einfach zurückbauen, kann die Gemeinde auch nicht. Wenn das politisch gewollt wäre, müsste sie den Kreis Steinfurt bitten, die Anordnung aufzuheben.

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