Grundschul-Neubau
Die neue Grundschule ist bereits erkennbar

Metelen -

Bereits am Rohbau lassen sich wesentliche Elemente der neuen Grundschule am Freistein erkennen. Bei einem Baustellenbesuch wird aber auch deutlich, dass die Witterung einen nicht ganz unmaßgeblichen Einfluss auf den Zeitpunkt der Fertigstellung haben wird.

Freitag, 15.12.2017, 06:12 Uhr

Ein Gewirr aus Stützen und zentimeterhoch stehendes Wasser im Obergeschoss des Neubaus: Noch sind es vor allem die Erklärungen des Architekten Karlo Tewes (l.) und des Poliers Andreas Hermes, die eine Ahnung davon geben, wie hier künftig fünf Schulklassen unterrichtet werden sollen.
Ein Gewirr aus Stützen und zentimeterhoch stehendes Wasser im Obergeschoss des Neubaus: Noch sind es vor allem die Erklärungen des Architekten Karlo Tewes (l.) und des Poliers Andreas Hermes, die eine Ahnung davon geben, wie hier künftig fünf Schulklassen unterrichtet werden sollen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Man kann sich in diesen Tagen kaum einen ungemütlicheren Arbeitsplatz vorstellen als den nasskalten, zugigen Rohbau der neuen Grundschule. Nicht zu beneiden sind die Mitarbeiter des Bauunternehmens Büter um ihren Polier Andreas Hermes . Ein Teil der Mannschaft ist am Donnerstagvormittag dabei, die Schalung im kombinierten neuen Treppenhaus samt Aufzugsschacht abzubauen. Nur ein paar Meter weiter plätscherte Regenwasser munter durchs Gebäude. Grund: Das Dach ist noch nicht abgedichtet, denn die Dachdecker können bei diesem Wetter die Bahnen nicht verschweißen.

Architekt Karlo Tewes , der ebenfalls zur Baustelle gekommen ist, bleibt da gelassen. „In diesem Baustadium ist das noch kein Problem“, verweist er auf die aktuelle Rohbauphase, in der eh noch reichlich Feuchtigkeit im Gebäude steht. Nicht weiter störend ist auch, dass sich das Wasser seinen Weg durchs Obergeschoss mit seinen künftig fünf Klassenräumen hinab sucht und in der Küche der Mensa schließlich einen Abfluss findet.

Der Wind pfeift munter durch den Bau, der den alten Verwaltungstrakt der früheren Hauptschule mit dem Bau der ehemaligen Dietrich-Bonhoeffer-Schule verbindet, in dem künftig der Ganztag untergebracht werden soll.

Doch trotz aller Ungemütlichkeit kann auch der Besucher dank der Führung durch den Planer schon jetzt die wesentlichen Elemente der neuen Grundschule erkennen. Am markantesten sicherlich: das neue Foyer mit seinem angedockten Mensa- und Küchentrakt. Diese sind im Untergeschoss des bereits weitgehend verklinkerten Neubaus untergebracht. Die großen, noch unverglasten Fensteröffnungen geben einen Vorgeschmack auf den lichtdurchfluteten Versammlungs- und Veranstaltungsraum, welche die Grundschule am jetzigen Standort so vermisst.

Gefräste Schlitze in den Innenwänden lassen erahnen, dass nicht nur Strom, sondern auch moderne Datentechnik installiert wird. „An jedem Tafelplatz wird es eine Datenleitung geben“, macht Architekt Tewes darauf aufmerksam, dass der Bau auch nachhaltig angelegt ist.

Eine Treppe, die ins Nichts zu führen scheint, bildet den Übergang zum künftigen OGGS-Gebäude. Auch dies wird über einen Lift für Schüler, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, erreichbar sein. „Die Schule wird komplett barrierefrei“, erläutert der Planer.

Im Altbau rattern unterdes die Presslufthämmer. Eine zweite Kolonne der Baufirma reißt hier Innenwände heraus, schafft dort Durchbrüche für Förderräume, demontiert in die Jahre gekommene Akustikdecken. Die Unterkonstruktion ist noch nutzbar, doch beim Blick auf den teils ramponierten, geflickten Linoleum-Fußboden zieht Tewes die Augenbrauen hoch: „Da muss man überleben, ob hier nicht ausgetauscht werden sollte.“

Das sind Fragen, die einen Architekten umtreiben – das Regenwasser, das weiter vor sich hin gluckert, lässt ihn hingegen gänzlich kalt.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5358280?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F
Fahrlässige Tötung durch Versäumnisse beim Grünschnitt
Gegen zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Wadersloh wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.
Nachrichten-Ticker