Sommerkulturnacht des Kunstkreises
Unterhaltsamer Mix

Lotte -

Bei der dritten Sommerkulturnacht des Kunstkreises Lotte im Rosengarten des Alt-Lotter Hotels Knüppe genossen weit mehr als 100 Besucher einen unterhaltsamen kulturellen Mix von Wort und Musik.

Sonntag, 04.08.2019, 16:10 Uhr
Faszinierend ist es, Schnellzeichen Arne Vergenz über die Schulter zu schauen. Foto: Ursula Holtgrewe

Bis weit in den Ort hinein waren die Klänge des Spielmannszugs Lotte zu hören, der angeleitet von Thomas Engel zum Beisammensein aufforderte. Bereits vorm offiziellen Start im Rosengarten waren Sitzgelegenheiten Mangelware. Nach einem überwiegend trüben Tag lockt die sommerliche Abendsonne alle Generationen aus Lotte, Bramsche, Westerkappeln und anderen Orten ins lauschige Freie. Auf dem Grill von Doris Knüppe wurden Fleisch und Würste knusprig. Christian Rösmann versorgte an der Theke durstige Kehlen.

„Ein fröhliches Hallo und herzlich willkommen“, begrüßte die Kunstkreisvorsitzende Christiane Budke sdie Gästeschar. Sie versprach zu Recht, dass die Band „In­stead“ einheizen wird. Die Tanzfläche war voll, aber leider um Mitternacht Schluss.

Die Besucher kamen Christiane Budkes Aufforderung gern nach: „Habt Spaß mit uns!“ Cocktail-Mixturen aus der Hexenküche von Renate Bodi, Hildegard Brömlage und Gabi Menge fanden rasch eine wachsende Fangemeinde.

Eine Stippvisite legten Sigrun Frömel und ihr Besuch ein, die ehemaligen Osnabrücker Opernsänger Julia und Guy Rothfuss. „Ist das schön hier“, begeisterte sich Julia Rothfuss.

Die Fangemeinde von Schnellzeichner Arne Vergenz wuchs ebenfalls rasant. Er ließ sich gern auf die Finger schauen. „Es ist faszinierend und so treffend“, hörte er immer wieder über seine Fähigkeit, mit wenigen Strichen und nach nur kurzer Begegnung das Typische geduldig wartender Models zu skizzieren.

Als „Die Zwei“ amüsierten Beate Feldkamp und Heike Segner mit schauspielerischen und kabarettistischen Einlagen sowie Sketchen die Open-Air-Kultur-Besucher. Sie präsentierten beispielsweise Clownsnasen mit unterschiedlichen Gefühlen. Beate Feldkamp verursachte Lachsalven als Clownin Rosa in einer Fantasiesprache mit großer „Piene“ an vielen Stellen. Letztlich half gegen den Schmerz nur eine Medizin aus Rosengartenduft.

Der Kunstkreis-Ehrenvorsitzende Claus Weidner füllte die Zeit der Kostümwechsel mit seinen unverwechselbaren Rezitationen – zum Beispiel aus dem Kursbuch der Bahn, inklusive der leidigen Verspätungen. Schade nur, dass sie nicht bis in die hinteren Reihen zu hören waren.

Die Senioren Hanna und Wilhelm Huneke waren bislang bei allen drei Kulturnächten dabei. „Es ist toll, was dieser kleine Verein alle zwei Jahre auf die Beine stellt“, anerkannte Hanna Huneke. Die Arbeiten im Hintergrund sehe man häufig gar nicht.

Sie hatte recht. Das Organisationsteam hatte alles gegeben bei Aufbau und Deko. Dass mehr Gäste als erwartet eintrafen, weil auch die Mundpropaganda wirkte, bestätigte alle erneut. Dazu zählte auch breit angelegte Werbung. „Wir haben die Schautafeln an den Ortseingängen mit Plakaten bestückt“, beschrieb die Vorsitzende lokale und überregionale Werbung, auch in Printmedien sowie auf sozialen Plattformen.

Warum hat der Kunstkreis keinen größeren Veranstaltungsort gewählt? „Weil der Garten mit seinem bezaubernden Ambiente und der Größe für unsere Open Air-Veranstaltung einfach ideal ist“, betonte Christiane Budke. Schriftführerin Helga Strübbe ergänzte mit Blick auf den belebten Garten: „Mehr können wir nicht stemmen. Dafür sind wir zu wenige.“ Auch zum Thema Mikrofon- und Lautsprecheranlage kam vom Kunstkreis ein nachvollziehbares Statement: „Es ist schade, dass nicht alle alles gehört haben. Aber mehr Akustik ist eine Frage der Kosten und die müssen wir als kleiner Verein im Blick behalten.“

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