Ideen für den zweiten Lotter Gartenmarkt
Erhalt der Artenvielfalt

Lotte-Büren -

Gut besucht war der „kreative Austausch“ in Bürens Elly-Heuss-Begegnungsstätte zum zweiten Lotter Gartenmarkt am 27. April. Der Erhalt der Artenvielfalt soll ein Schwerpunkt sein.

Freitag, 22.02.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 18:02 Uhr
Zahlreiche Informationen trug Marc-Philipp Nikolay in der Elly-Heuss-Begegnungsstätte vor. Foto: Ursula Holtgrewe

Bei der Vorbereitung können die Organisatoren – Lottes Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz , Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer und Klimamanager Marc-Philipp Nikolay – auf das Planungsgerüst des Vorjahres zurückgreifen. Den kommunalen Einsatz für Artenschutz förderten die Stadtwerke Tecklenburger Land mit 2000 Euro aus dem Programm „Fit für die Zukunft“.

„Man kann vielleicht einige Punkte verfeinern. Ein neues Angebot könnte sein, Bodenanalysen für heimische Gärten machen zu lassen“, schlug Ulrich Harhues vor. Und, dass Direktvermarkter Obst und Imkereiprodukte anbieten könnten.

Weiterhin notierten die Planer den Wunsch nach einem Vortrag über eine pflegeleichte, insektenfreundliche Gartengestaltung als Alternative zu großflächigen Kiesgärten oder Rindenmulchabdeckungen.

An einem Infostand wird die Bürgerstiftung Lotte unter anderem Blühsaatentüten verschenken. Der Verein Mühle Bohle ist vor Ort mit fertigen Insektenhotels und kleinen Gehäusen, die junge Besucher füllen können. Einen Verkaufsstand mit Pflanzen wird es auch wieder geben. Fest steht bereits: Kulinarisch wird bei den Landfrauen Wersen und der Flüchtlingshilfe einiges im Angebot sein. Zudem bringen sich Jugendpflege, die Siedlergemeinschaft sowie die kommunale Regenbogen- und die Kinderland-Kita ein.

„Die Zukunftswerkstatt wird jedenfalls etwas mit dem Offenen Ganztag der Bürener Regenbogenschule anbieten“, versicherte Werkstattsprecher Markus Hövels. Barbara Kröner regte aufgrund der Vorjahreserfahrungen an, das Veranstaltungsende auf 18 Uhr zu verlängern.

Am Beginn um 14 Uhr halten die Organisatoren fest. Sie verteilten Projektdatenblätter, auf denen die Institutionen Angebot und Benötigtes notieren können. Rückgabefrist ist der 15. März, denn das Organisationstrio möchte vor den Osterferien das meiste geklärt wissen. Weitere Interessierte können sich in der Verwaltung melden.

Aufgrund des signifikanten Insektensterbens richtete die Lotter Verwaltung im Vorjahr den ersten Gartenmarkt in Alt-Lotte aus. Marc-Philipp Nikolay betonte, dass Artenschutz längst kein grünes Nischenthema mehr sei. „80 Prozent der Pflanzen und deren Ertrag sind von Bestäubern wie Honig- und Wildbienen abhängig“, berichtete der Klimamanager.

Bereits 2017 hatte der Rat daher einstimmig beschlossen, dass der Servicebetrieb kein Glyphosat zur Unkrautbekämpfung mehr einsetzen soll und die Bürger für den Erhalt der Artenvielfalt zu sensibilisieren, blickte Nikolay zurück. Unter anderem das Insektensterben habe die Bürgerstiftung Lotte bewogen, den ersten Gartenmarkt vorzuschlagen.

Von den „100 Obstbäumen für Lotte“, die als Projekt des ersten Gartenmarkts zum Erhalt alter Obstsorten beitragen sollen, seien erst 32, gefördert von Bürgerstiftung und Gemeinde, an die Bürger gebracht worden, informierte Ursula Wilm-Chemnitz. Für 2019 sei vorgesehen, rund 8900 kommunale Quadratmeter Grünfläche in Blühflächen zu verwandeln.

Informationen gibt es bei Ursula Wilm-Chemnitz, ✆  0540488953, Marc-Philipp Nikolay, ✆  05404/88940 und Joana Watermeyer, ✆ 05404/88929.

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