Vandalismus im Barfußpark
Immer wieder der Pumpenschwengel

Lienen -

Aller guten Dinge sind drei, aller schlechten Dinge sind fünf – oder vielleicht noch mehr. Fünfmal jedenfalls ist in diesem Jahr bereits der Pumpenschwengel im Barfußpark abgebrochen worden. Und das bestimmt nicht beim Spielen.

Mittwoch, 31.07.2019, 17:40 Uhr
Musste allein in diesem Jahre schon fünf Mal ersetzt werden: der Pumpenschwengel auf dem Matschplatz. Foto: Anja Schmidt Gemeinde Lienen

„Da muss man schon ganz schön Kraft aufwenden, um den kaputt zu kriegen“, sagt Daniel Peters , Vorsitzender von „Mein Lienen“. Der Ortsmarketing-Verein hat den Barfußpark unter seine Fittiche genommen und seit geraumer Zeit wieder verstärkt mit Vandalismus zu kämpfen. Peters: „Wir müssen abends Müll aufsammeln, obwohl genügend Mülleimer vorhanden sind. Es liegen Schnapsflaschen herum, und vor einigen Wochen wurde eine massive Teakholz-Bank regelrecht zu Kleinholz verarbeitet.“ Und zu allem Überfluss habe sich an dem abgebrochenen Pumpenschwengel jetzt auch noch ein Vater verletzt, der versucht habe, noch irgendwie an Wasser für seinen spielenden Sohn zu kommen.

„Wir versuchen jedes Mal, alles so schnell wie möglich wieder in Ordnung zu bringen, damit die Besucher nicht unter den Schäden leide müssen“, betont Peters. Im Falle des Pumpenschwengels bedeute das: Jedes Mal werden 100 Euro für Kauf und Montage fällig. Geld, das der Verein lieber für Neuanschaffungen und die Pflege der Anlage ausgeben würde als für Ersatzinvestitionen.

Laut Peters trägt sich der Verein als Folge der sinnlosen Zerstörung mit dem Gedanken, das Arreal mit Videokameras auszustatten: „Das ist aber aus Datenschutzgründen nicht so einfach, da das Gelände nicht umzäunt und somit öffentlich zugänglich ist.“

Der Schutz des Einzelnen und das sogenannte Recht am eigenen Bild genössen oftmals einen höheren Stellenwert als das allgemeine Interesse an einer Überwachung. Peters verweist in diesem Zusammenhang auf die kürzlich im Rat geführte Diskussion um eine mögliche Videoüberwachung der häufig zugemüllten Glascontainer an Lührmanns Weg. „Das ist dieselbe Problematik. Aber wir sind mit der Gemeinde im Gespräch und versuchen, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten“, gibt sich der Vorsitzende verhalten optimistisch.

Obwohl die Täter in solchen Fällen nur selten ermittelt werden, bringt „Mein Lienen“ jeden einzelnen Fall bei der Polizei zur Anzeige. Und für Hinweise, die zur Ermittlung des oder der Täter führen, gibt es eine Belohnung, verspricht Peters.

Zeugen können sich bei der Polizei in Lengerich ( ✆ 0 54 81/93 37 45 15) melden.

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