Daniel Maier fliegt am 6. August in offizieller Mission in die USA
Für ein Jahr Junior-Botschafter

Lienen -

Daniel Maier, 23 Jahre alt, gelernter Industriekaufmann, wohnhaft in Lienen. Dieser junge Mann wird ab August für ein Jahr lang Deutschland in den USA repräsentieren. Klingt ganz schön hochgegriffen. Ist es aber nicht. Denn tatsächlich ist er in offizieller Mission dorthin unterwegs.

Dienstag, 23.07.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 24.07.2019, 18:22 Uhr
Daniel Maier hat das Auswahlverfahren geschafft und fliegt am 6. August für ein Jahr in die USA in die Nähe von Atlanta. Foto: msc/dpa

Der Lienener macht beim Parlamentarischen Patenschaftsprogramm mit, das Schülern und jungen Erwachsenen die Möglichkeit gibt, als Junior-Botschafter zu fungieren. Seine Patin ist die Bundesabgeordnete Kathrin Vogler ( Die Linke ) aus Emsdetten. „Wobei das Parteibuch in diesem Fall gar keine Rolle spielt“, betont die 53-Jährige.

Ihr Schützling fliegt am 6. August gemeinsam mit 75 weiteren Stipendiaten von Frankfurt nach New York, wo zunächst ein dreitägiges Einführungsseminar auf dem Programm steht. Von dort geht es weiter zu den Gastgebern. Für Daniel Maier bedeutet das: nach Acworth, nahe Atlanta im Bundesstaat Georgia. Das alles liegt noch vor ihm.

Hinter sich gebracht hat er ein umfangreiches Auswahlverfahren, in dem spezielle Kenntnisse abgefragt wurden und die Kandidaten zeigen mussten, dass sie charakterlich für diese Aufgabe geeignet sind. „Das ist aber alles zu schaffen“, sagt Maier bescheiden.

Das will seine Patin so nicht stehen lassen: „Nun stell Dein Licht mal nicht unter‘n Scheffel. Das ist schon ein ziemlich anspruchsvolles Assessment.“ Um so mehr freut sich Vogler, dass sich ihr Kandidat durchgesetzt hat.

Das alles geschieht vor dem Hintergrund, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. In den ersten sechs Monaten wird Maier in seinem Gastland studieren. Die zweite Hälfte des Aufenthaltes besteht aus einem Unternehmenspraktikum. „Einen Platz muss ich mir dort aber erst noch suchen“, sagt Maier.

Erwartet wird von ihm, dass er während seines Aufenthaltes einerseits offen ist für die Kultur der Gastgeber, und anderseits vermittelt, „wie die Deutschen sind“. Gerade in den Zeiten eines Präsidenten Donald Trump ist es besonders wichtig, diese Aufgabe ernst zu nehmen, findet Daniel Maier.

Wenn er wiederkommt, möchte er – Stand jetzt – heimischen Gefilden erstmal treu bleiben. Aufbauend auf sein Fachabitur an den Kaufmännischen Schulen in Lengerich, auf seine Berufsausbildung und den USA-Erfahrungen strebt er an der Hochschule Osnabrück ein Studium im Fach International Business Management an.

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