Neuer Bauamtsleiter Nico Königkrämer ist Schalke-Fan
Königsblau statt schwarz-gelb

Lienen -

dNch wirkt das Büro von Lienens neuem Bauamtsleiter Nico Königkrämer ein wenig kahl. Auf dem Schreibtisch stehen zwar schon Fotos von seiner Frau und seinem kleinen Sohn. Schon bald, das hat sich der Verwaltungsfachmann fest vorgenommen, soll aber auch etwas Farbe in den Raum kommen: und zwar in den Tönen königsblau und weiß.

Donnerstag, 13.06.2019, 23:00 Uhr
Hat die Nachfolge von Sebastian Döring angetreten: Nico Königkrämer. Der 30-Jährige hat zuvor als Abfallberater gearbeitet, bevor er die Stelle des Bauamtsleiters annahm. Foto: Katja Niemeyer

Noch wirkt das Büro von Lienens neuem Bauamtsleiter Nico Königkrämer ein wenig kahl. Auf dem Schreibtisch stehen zwar schon Fotos von seiner Frau und seinem kleinen Sohn Felix. Und auf dem Computer hat der 30-Jährige ein kleines Glücksschweinchen platziert – „das habe ich von meiner Mutter“, sagt er und lacht.

Schon bald, das hat sich der Verwaltungsfachmann fest vorgenommen, soll aber auch etwas Farbe in den Raum kommen: und zwar in den Tönen königsblau und weiß. Denn Nico Königkrämer ist Schalke 04-Fan. Auf die Feststellung legt der Dauerkarteninhaber großen Wert. Das BVB-Bild seines Vorgängers Sebastian Döring war glücklicherweise längst abgehängt, als Nico Königkrämer am 3. Juni die Stelle antrat. Ist Sebastian Döring doch bekanntermaßen Dortmund-Fan.

Schon allein deshalb, erklärt sein Nachfolger trocken, „findet in dem Büro ein kultureller Umbruch statt“. Sie hätten sich trotzdem gut verstanden“, erklärt der neue Bauamtsleiter, der von Sebastian Döring in seine zukünftigen Aufgaben eingewiesen wurde.

Auf die Frage, welche Schwerpunkte er bei seiner Arbeit setzen will, muss Nico Königkrämer nicht lange überlegen. Für den Gewerbepark Kattenvenne will er sich um die Vermarktung von Flächen kümmern und „an Details bei der Erschließung basteln“. Darüber hinaus wolle er die Planungen für die Dorfentlastungsstraße vorantreiben. Dazu gehöre sicherlich erst einmal, Gespräche mit den Grundstückseigentümern entlang der Kreisstraße zu führen, stellt der 30-Jährige fest, der gebürtig aus Lienen kommt und nach Zwischenstationen in Lengerich und Münster vor gut einem Jahr mit seiner Frau in die Gemeinde zurückkehrte und dort ein Haus gebaut hat.

Der Chef von insgesamt 20 Mitarbeitern, darunter fünf Kollegen im Bauamt sowie die Bauhof-Mitarbeiter und Schulhausmeister, sagt auch, „dass er zur Entwicklung des Ortes beitragen will“. Und hält sich zugleich aus gutem Grund zurück mit weiteren Auskünften: „Ich habe viele Ideen, die aber zu Ende gedacht werden sollten, bevor sie ausgesprochen werden.“

Bevor der Familienvater ins Lienener Rathaus wechselte, war er drei Jahre als Abfallberater bei der Entsorgungsgesellschaft des Kreises Steinfurt beschäftigt. Da sorgte er dafür, dass der Müll von privaten Leuten und Firmen ordnungsgemäß entsorgt wurde. Nach einem dualen Studium zum Diplom-Verwaltungswirt hatte er zunächst im Umwelt- und Planungsamt des Kreises gearbeitet, wo er sich vor allem um das Thema Altlastensanierung kümmerte. Auch wenn er in seiner zehnjährigen beruflichen Laufbahn bislang kaum mit Bebauungsplänen und Flächennutzungsplänen in Berührung gekommen ist, so ist er doch überzeugt, sich rasch in das Gebiet einarbeiten zu können. „Ich bin ein Allrounder“, erklärt er.

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