Leader Projekt „Wochenmarkt Tecklenburger Land“
Es reicht nicht

Lienen -

Versuche, einen Wochenmarkt in Lienen oder Kattenvenne zu etablieren, hat es in der Vergangenheit gegeben. Jetzt steht ein entsprechendes Leader Projekt an. 3000 Euro würde das die Gemeinde kosten. Die Verwaltung empfiehlt der Lokalpolitik, sich nicht zu beteiligen.

Freitag, 09.02.2018, 06:02 Uhr

Zu einem Wochenmarkt gehört für viele Besucher ein Fischangebot. Mangels Markt wird es das in dieser Form in Lienen und Kattenvenne wohl nicht geben.
Zu einem Wochenmarkt gehört für viele Besucher ein Fischangebot. Mangels Markt wird es das in dieser Form in Lienen und Kattenvenne wohl nicht geben. Foto: Holger Hollemann

3000 Euro würde das Mitmachen kosten, aber die Verwaltung rät den Kommunalpolitikern davon ab. Es geht um das Leader Projekt „Tecklenburger Marktland“. Gleich zwei Gründe sprechen für die ablehnende Haltung. Damit werden sich die Wirtschaftsförderer unter den Kommunalpolitikern im entsprechenden Ausschuss befassen.

„In umliegenden Kommunen gibt es bereits vielfältige etablierte Marktangebote“, heißt es dort. Wohl noch wichtiger einzuschätzen sind die Ergebnisse erster „Abstimmungsgespräche“, die von der Verwaltung geführt worden sind. Herausgekommen ist, dass „zurzeit die notwendige Unterstützung des Projekts nicht gegeben“ ist.

Dabei hat so ein Wochenmarkt durchaus einen gewissen Charme. Das ist auch aus der Sitzungsvorlage herauszulesen. Schließlich haben Vertreter des Vereins Mein Lienen und der Genossenschaft 1312 die Idee, ein solches Angebot vorzuhalten, befürwortet. Das diene neben der „Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandskraft“ auch dem Erhalt der Zukunftsfähigkeit der Gemeinde.

Sowohl der Verein wie auch die Genossenschaft sehen allerdings auch das Problem, einen Marktmeister zu finden oder benennen. Der wäre für die Etablierung und kontinuierliche Fortführung eines Wochenmarktes in Lienen und/oder Kattenvenne zuständig.

Märkte in Nachbarkommunen

In folgenden Nachbarkommunen werden Wochenmärkte durchgeführt:

Tecklenburg: dienstags von 8.30 bis 12 Uhr.

Lengerich: mittwochs und samstags jeweils von 7 bis 12 Uhr.

Ladbergen: freitags von 12 bis 18 Uhr.

Bad Iburg: mittwochs 14 bis 18 Uhr.

Hagen a.T.W.: freitags von 9 bis 18 Uhr.

Glandorf: freitags von 14 bis 18 Uhr.

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Aus Erfahrung wissen sowohl der Verein wie auch die Genossenschaft, dass es einen weiteren Gegensatz gibt. Die Nachfrage nach einem Wochenmarkt sei schon in der Vergangenheit nicht eindeutig zu sehen gewesen. Auf der Seite der Marktbeschicker sei der Versuch gescheitert, ein möglichst breit gefächertes Warenangebot zu realisieren. Und deshalb „wurde das Projekt nicht weiterverfolgt“. Um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden, sollte vielmehr das bereits vorhandene Angebot in beiden Ortsteilen ausgebaut werden.

EU-Förderung

Leader ist die Abkürzung eines französischen Begriffs, der übersetzt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ bedeutet. Mit Leader-Projekten soll der ländliche Raum im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds gefördert werden. Vorgabe ist dabei, dass Menschen Prozesse vor Ort mitgestalten. Dazu werden Lokale Arbeitsgruppen (LAG) gebildet, die als Motor der regionalen Entwicklung tätig sein sollen. Vernetzung und Kooperation sind weitere Ziele. Leader gibt es seit 1991 als Förderprogramm der Europäischen Union. Aktuell arbeiten in Deutschland über 300 LAG. mba

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Zumal das Leader Projekt „Tecklenburger Marktland – Wochenmärkte: mehr Angebote, mehr Orte, mehr Flair“ keinen „fertigen“ Wochenmarkt installiert. Die erforderliche Nachfrage und ein geeignetes Angebot ermitteln – mehr ist im Rahmen dieses Projekts nicht zu holen. Das würde besagte 3000 Euro kosten.

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