Bauhof Lienen
Kampf gegen die Holzmassen

Lienen -

In Sachen Holz wären die Mitarbeiter des Bauhofs jetzt eh im Einsatz. Die jährlich anstehenden Rückschnitte wollen erledigt sein, ehe am 1. März das Bundesnaturschutzgesetz jegliche Rodungsmaßnahmen in der freien Landschaft und in Siedlungsbereichen verbietet. Orkan „Friederike“ hat den Arbeitsplan der vier Gemeindemitarbeiter jedoch ordentlich durcheinander gewirbelt.

Samstag, 27.01.2018, 06:01 Uhr

Mit der Motorsäge sind die Bauhof-Mitarbeiter nahezu pausenlos im Einsatz. Sie fällen und zersägen Bäume, die dem Orkan zum Opfer gefallen sind. Auch die Bushaltestelle „Marlepatusweg“ hat der Sturm umgeweht.
Mit der Motorsäge sind die Bauhof-Mitarbeiter nahezu pausenlos im Einsatz. Sie fällen und zersägen Bäume, die dem Orkan zum Opfer gefallen sind. Auch die Bushaltestelle „Marlepatusweg“ hat der Sturm umgeweht. Foto: Mareike Stratmann/Gemeinde Lienen

Seit vergangenem Donnerstag sind sie nahezu pausenlos im Einsatz, um umgefallene und umgeknickte Bäume zu zersägen und deren Reste abzutransportieren. Mancherorts, wie am Donnerstag am Postdamm unterhalb des Sportplatzes oder zuvor auf dem Gelände der Hauptschule, müssen aber auch vorsorglich Eichen und Birken gefällt werden, weil deren Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. „In solchen Fällen ziehen wir zuvor aber grundsätzlich Experten zu Rate“, schildert Michael Wagner .

Der Bauhof-Leiter schätzt, dass nach Erledigung aller Arbeiten bis zu 50 der 1800 Bäume auf Gemeindegebiet dem Orkan zum Opfer gefallen sein könnten. „Die Auswirkungen von Friederike werden uns auf jeden Fall noch einige Wochen beschäftigen“, befürchtet er. Zumal die Kapazitäten der krankheitsbedingt aktuell nur drei Bauhof-Mitarbeiter eingeschränkt seien.

Nichtsdestotrotz: Die Gemeindestraßen waren bereits am vergangenen Freitag alle wieder befahrbar. Dafür sprachen beispielsweise die Mitglieder des Umweltausschusses den Mitarbeitern des Bauhofs und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in ihrer Sitzung am Montag ihren Dank aus. Einhelliger Tenor: „Das hat super geklappt. Wir haben eine wirklich tolle Truppe beisammen.“

Doch auch jenseits der zügig wieder befahrbaren Straßen wartet eben noch viel Arbeit. Im Teuto ist die Försterin verantwortlich und schaut nach dem Rechten. Die Mitarbeiter des Bauhofs kümmern sich um den „Rest“. Und dazu gehört neben aller Holzarbeit auch, dass ein Kollege aktuell sämtliche knapp 250 Kilometer des Straßen- und Wegenetzes von Holperdorp bis ins Lilienvenn in Kattenvenne abfährt, um windschiefe Straßenschilder wieder aufzurichten – „und bei dieser Gelegenheit auch gleich zu reinigen“, wie Michael Wagner hinzufügt. Diese Prozedur hätte in den kommenden Wochen eh auf dem Plan gestanden.

Die Auswirkungen des Orkans sind überall spürbar. Vor allem in Holperdorp hat der Sturm kräftig gewütet und beispielsweise die Bushaltestelle „Marlepartusweg“ umgeweht. Inzwischen haben die Mitarbeiter des Bauhofs diese abtransportiert. Eine örtliche Tischlerei kümmert sich um eine Ersatzbeschaffung. „Allerdings“, schränkt Bauamtsleiter Sebastian Döring ein, „wird das wohl noch zwei Monate dauern.“

Breitgefächert

Unterhaltung von Straßen und Wegen, Grünpflege, Instandhaltung von Gebäuden und Spielplätzen, Winterdienst: Das Aufgabengebiet des Bauhofs ist breitgefächert. In loser Folge blicken wir in unserer Serie „Mit dem Bauhof durch das Jahr“ auf die unterschiedlichen Einsatzgebiete der Mitarbeiter.

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Die Mitarbeiter des Bauhofs werden sie schnellstmöglich wieder an Ort und Stelle aufbauen und zudem noch etliche Tage mit der Motorsäge im Einsatz sein. „Denn“, so Michael Wagner, „zwischendurch müssen wir uns natürlich auch noch um kurzfristige Reparaturen von Straßen, Wegen und andere Aufgaben kümmern“.

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