Feuerwehrgerätehaus eingeweiht
Meisterleistung der Kooperation

Lienen-Kattenvenne -

Hell und lichtdurchlässig. Geräumig, komfortabel und großzügig angelegt. Funktionsgerecht ausgestattet und vor allem den gesetzlichen Anforderungen im vollen Umfang entsprechend. Ohne Frage ein Blickfang, das neue Feuerwehrgerätehaus des Löschzuges Kattenvenne. Baubeginn war im Februar. Am Samstagabend zog der Löschzug Kattenvenne offiziell ein. 230 Gäste kamen zur feierlichen Einweihung.

Sonntag, 20.11.2016, 19:11 Uhr

Der Schlüssel ist übergeben, im neuen Feuerwehrgerätehaus wurde mit rund 230 Gästen die Einweihung gefeiert.Beim Umzug hatten zuvor die Mitglieder des Löschzuges Kattenvenne fleißig Hand angelegt (kleines Bild).
Der Schlüssel ist übergeben, im neuen Feuerwehrgerätehaus wurde mit rund 230 Gästen die Einweihung gefeiert.Beim Umzug hatten zuvor die Mitglieder des Löschzuges Kattenvenne fleißig Hand angelegt (kleines Bild). Foto: Anika Leimbrink/Till Maiwald

Eckhard Ehmann , Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Lienen, der der Löschzug Kattenvenne angehört, strahlte bis über beide Ohren. Er hatte genau Buch geführt und den Werdegang des neuen Feuerwehrgerätehauses dokumentiert. „Vor drei Jahren und elf Monaten habe ich den Stichtag für mich gesetzt. Das war, als das alte Feuerwehrgerätehaus einer Sicherheitsprüfung unterzogen wurde, um den Ist-Zustand des Gebäudes zu ermitteln“, erklärte Ehmann.

Das Ergebnis der Überprüfung ist hinreichend bekannt: Das alte Gebäude am Schwarzen Weg wies zu viele sicherheitstechnische Mängel auf. Der Gemeinderat entschied sich für einen Neubau. Planung und Umsetzung übernahm das Architektur- und Planungsbüro Ossege aus Glandorf. „Wir hatten den Auftrag, ein energieeffizientes Gebäude zu entwickeln, das den heutigen sicherheitstechnischen- und den ökologischen Anforderungen entspricht und dessen CO2-Ausstoß auf ein wirtschaftliches Mindestmaß begrenzt wird“, resümierte Matthias Ossege.

Das daraufhin konzipierte Bauwerk, zunächst nur als Entwurf auf dem Papier, sorgte im Rat für kräftiges Schlucken. Auch das ist hinreichend bekannt. „Zu schön für Kattenvenne?“, zitierte Ossege die tags darauf in der Zeitung veröffentlichte Überschrift, die vielsagend die Reaktionen des Rats beschrieb. Der Entwurf eines hochmodernen Gebäudes basierte auf den sehr strengen gesetzlichen Vorgaben, die es einzuhalten galt. Das erkannten auch Rat und Gemeinde und ließen Taten folgen.

Nach knapp zehn Monaten steht nun das Ergebnis an der Schweger Straße. „Die Umsetzung in solch kurzer Zeit ist eine Meisterleistung der Kooperation“, betonte Eckhard Ehmann und äußerte in seiner Ansprache seinen tiefen Dank dafür.

Arne Strietelmeier, Bürgermeister der Gemeinde Lienen, hatte sich die Begrüßung am Einweihungsabend vorbehalten und nutzte sie, um seinen Dank auszusprechen. Insbesondere an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die in zahlreichen Stunden mit anpackten, aber auch an seinem Vorgänger Dr. Martin Hellwig, der das Projekt während seiner Amtszeit mit auf dem Weg gebracht hatte. „Mit diesem Gebäude sind wir die nächsten Jahrzehnte hervorragend aufgestellt“, ist sich Strietelmeier sicher.

Zu jeder Gebäudeeinweihung gehört eine feierliche Schlüsselübergabe. Mathias Ossege hatte dafür eigens einen großen Schlüssel im Gepäck und überreichte diesen an Eckhard Ehmann und Arne Strietelmeier. Doch Eckhard Ehmann behielt den Schlüssel nicht lange. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich gut im Schlüssel verlegen bin“, lachte Ehmann und fügte hinzu: „Außerdem gehört zu jedem Schlüssel auch ein Schlüsselbund“. Den stellte er zusammen, basierend auf den Pfeilern des Löschzuges: der Jugendfeuerwehr, der Zukunftsschmiede der Feuerwehr , der Ehrenabteilung sowie der aktiven Mannschaft.

Bei aller Freude über das neue Gebäude blieb ein wenig Wehmut. Für die langjährigen Feuerwehrleute sei es eine Umstellung, wenn auch eine positive, betonte Ehmann. „An dem alten Gebäude am Schwarzen Weg hängen viele Erinnerungen. Jetzt stellt sich Einiges um, die Karten werden neu gemischt“, erkläre er. Ein neues Kapitel hat begonnen für den Löschzug Kattenvenne.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4447375?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F4849576%2F4849578%2F
Gericht fordert Transparenz
Das Oberverwaltungsgericht am Aegidiikirchplatz in Münster 
Nachrichten-Ticker