Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner
Mehr befallene Bäume als 2018

Lengerich -

Die Eichenprozessionsspinner sind wieder da. Nachdem die Raupen in Lengerich erstmals 2018 massenhaft aufgetreten sind, hat die Stadt nun erneut viel Arbeit mit den für den Menschen durchaus gefährlichen Raupen.

Mittwoch, 12.06.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 17:02 Uhr
Zahlreiche solcher Warnschilder finden sich derzeit in Lengerich. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Auch Lengerich bleibt wie viele Kommunen in diesem Frühjahr und Sommer nicht vom Eichenprozessionsspinner verschont. Zahlreiche Meldungen von Bürgern seien bereits in der Verwaltung eingegangen, sagen Heike Schubert (Fachdienst Bauen, Planen und Umwelt) und Holger Lange (Fachdienst Straßenbau), die sich um das Thema kümmern. Ihr Zwischenfazit im Vergleich zum Vorjahr, als die Probleme mit den Schmetterlingsraupen erstmals massiv in der Stadt auftraten: weniger Nester, aber „definitiv“ mehr befallene Bäume.

Teilweise seien ganze Straßenzüge betroffen, insbesondere für den Außenbereich gelte das. Aber auch auf dem Gelände von drei Schulen gebe es „drei kleinere Fälle“. Nicht überall, wo die Stadt zuständig ist, wird das von der Verwaltung beauftragte Fachunternehmen tätig. Dafür gebe es einfach zu viel zu tun. Vorrang haben demnach neben Schulen beispielsweise Spielplätze. Warnschilder werden jedoch überall angebracht, wo der Eichenprozessionsspinner an öffentlichen Stellen entdeckt wird.

Dabei verlassen sich Schubert und Lange nicht allein auf die Meldungen der Lengericher. „Ein, zwei Mitarbeiter“ des Baubetriebshofes seien momentan tagein tagaus mit Kontrollen beschäftigt. Eine entsprechende Liste gehe dann an die Verwaltung, die Schädlingsbekämpfer würden in einem nächsten Schritt nach Absprache tätig. Begonnen wurde mit den Sichtungen Mitte Mai. Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Verwaltung den Auftrag für die Bekämpfung der Raupen und Nester ausgeschrieben.

Durch die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr seien die meisten Bürger über die Gefahren, die von den kleinen Tierchen ausgehen, gut informiert, sagen die beiden Verwaltungsleute. Dann und wann komme es aber vor, dass die Schleier der Gespinstmotte mit einem Eichenprozessionsspinnernest verwechselt wird. Zudem seien zuletzt des öfteren Meldungen von Örtlichkeiten gekommen, wo bereits bekannt gewesen sei, dass die Raupen dort sind. Doch auch wenn Zweifel bestünden, sollte niemand zögern, sich zu melden, appellieren Schubert und Lange. Sie erinnern in diesem Zusammenhang daran, dass die Stadt lediglich dann zuständig sei, wenn Nester und Tiere auf Eichen gefunden werden, die auf kommunalen Flächen stehen. Alles andere sei Privatangelegenheit beziehungsweise falle in die Zuständigkeit des jeweiligen Trägers (Kindergärten, Straßen).

Für die Zukunft prognostizieren sie, dass Eichenprozessionsspinner aufgrund klimatischer Veränderungen immer wieder in großer Zahl zu finden sein werden. „Mal tritt das Problem dann stärker auf, mal schwächer, mal früher, mal später.“ Grund zu größerer Sorge sehen sie deshalb aber nicht. Selbst dort, wo Schilder auf die Tierchen hinweisen, wie etwa in der Vortlage oder am Niedermarker See, heiße das nicht, dass diese Wege und Straßen nicht benutzt werden können. Wichtig sei vor allem Kinder auf die Gefahren hinzuweisen und sich nicht zu nah an befallenen Bäumen aufzuhalten.

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