Unterhaltungsverband Lengericher Aa-Bach
Ökologie rückt in den Fokus

Lengerich -

Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der EU verlangt von den Gewässerunterhaltungsverbänden eine Vielzahl an Maßnahmen in den Gewässern sowie in den Uferbereichen. Darauf wies Geschäftsführer Manfred Heemann bei der Veranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des Unterhaltungsverbandes Lengericher Aa-Bach hin.

Mittwoch, 21.03.2018, 16:03 Uhr

Abflachung des Uferbereichs und Einbau von Totholz sind am Aldruper Mühlenbach ein Beispiel für gelungene Gewässerrenaturierung. Foto: Unterhaltungsverband

„Die Verbandsarbeit wird sich künftig nicht nur auf die Sicherstellung des Wasserabflusses konzentrieren, sondern eine verstärkte Beachtung ökologischer Gesichtspunkte erfordern“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Die Verbesserung des Lebensraums für Fische, Kleinstorganismen und Pflanzenwelt seien Ziele dieser Maßnahmen. Dazu gehören nach Angaben von Manfred Heemann unter anderem die Aufweitungen des Gewässerquerschnitts und Anlage von Nebengerinnen. Durch den Einbau von Totholz und Störsteinen würden die Gewässer in einen naturnahen Zustand versetzt. Mit Bilder zeigte er Beispiele umgesetzter Rückbaumaßnahmen bei Querbauwerken und Sohlabstürzen sowie bereits erfolgte Renaturierungsprojekte.

Gegründet worden war der Unterhaltungsverband Lengericher Aa-Bach am 28. August 1967. Zu einer kleinen Festveranstaltung waren ehemalige und amtierende Mitglieder des Vorstandes sowie des Verbandsausschusses eingeladen worden. Wilhelm Stöppel, seit 1996 Verbandsvorsteher, begrüßte besonders den ehemaligen Verbandsvorsteher Helmut Denter, der die Aufgabe von Walter Hoffmann von 1968 bis 1996 übernahm. Daneben hieß er den ehemaligen Geschäftsführer Werner Schulter willkommen sowie Manfred Stöppel, der die Arbeit des Unterhaltungsverbandes Jahrzehnte lang als Vertreter der unteren Wasserbehörde des Kreises Steinfurt begleitet hatte.

Wilhelm Stöppel berichtete über die aktuelle Arbeit. Neben der Stadt Lengerich gehören Teile von Tecklenburg, Lienen und Ladbergen zum Gebiet des Unterhaltungsverbandes. Auf einem Gebiet von zirka 7500 Hektar sind Gewässer mit einer Gesamtlänge von 192 Kilometern zu unterhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. Aus ökologischen Gründen wird ein Großteil der Gewässer jährlich nur einmal gemäht beziehungsweise geräumt. Nach Angaben des Vorsitzenden befinden sich die Gewässer in einem guten Zustand. Trotz des sehr günstigen Beitrages für die zahlungspflichtigen Anlieger ist der Verband finanziell gut aufgestellt, hieß es.

Zum Abschluss des offiziellen Teils wurde die ehrenamtliche Arbeit für die Gewässerunterhaltung des Verbandes vom Kreis Steinfurt gewürdigt. Als dessen Vertreter überreichten Martin Grüter und Annika Wegener eine Urkunde und ein Präsent.

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