Gefängnisstrafe für 25-jährigen Laerer wegen Drogenhandels
Marihuana-Plantage durch Zufall entdeckt

Laer/Rheine -

Kommissar Zufall hatte seine Hände im Spiel, als die Polizei am 3. Mai 2018 zu einem Einsatz in ein Haus in Laer fuhr und sofort Marihuana-Geruch feststellte. Die Hausdurchsuchung ergab 25 Gramm Amphetamine, elf Gramm Marihuana und im Abstellraum des Hauses den Anbau von Marihuana-Pflanzen.

Dienstag, 02.04.2019, 17:31 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 17:40 Uhr
  Foto: dpa

Kommissar Zufall hatte seine Hände im Spiel, als die Polizei am 3. Mai 2018 zu einem Einsatz in ein Haus in Laer fuhr und sofort Marihuana-Geruch feststellte.

Die spontane Hausdurchsuchung mit Einverständnis der Bewohner ergab 25 Gramm Amphetamine, elf Gramm Marihuana und im Abstellraum des Hauses den Anbau von Marihuana-Pflanzen mit einem errechneten Ertrag von 247 Gramm.

Gestern stand der 25-jähriger Bewohner aus Laer wegen Besitzes einer nicht geringen Menge Betäubungsmittel in Rheine vor dem Schöffengericht. Nach seinem offenen Geständnis, dass er damit seinen eigenen Konsum finanzieren wollte und gelegentlich an Bekannte verkauft hätte, verurteilte das Schöffengericht ihn wegen Handelns mit Betäubungsmitteln zu einem Jahr mit Bewährung. Damit ging das Gericht drei Monate über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus. Allerdings hatte der Staatsanwalt das Strafmaß nur für den Besitz und nicht wegen Handelns von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge beantragt.

„Die Angaben von Ihnen, einen Teil der Ernte zu verkaufen, reicht für den Handel“, begründete die Richterin das Urteil. Das Gericht setzte eine vierjährige Bewährung fest, legte ihm 200 soziale Arbeitsstunden auf sowie 24 Gespräche bei der Drogenberatung innerhalb eines Jahres, weil der Angeklagte immer noch „gelegentlich“ Marihuana konsumiere, wie er sagte.

Der 25-Jährige sagte, dass er eigentlich froh gewesen sei, als er damit aufgeflogen sei. Sein Mitbewohner habe ihm erklärt, wie man Drogen anbaut und er habe sich darauf eingelassen, um Geld zu sparen. An Silvester 2018/19 habe er bezüglich Amphetaminen die Reißleine gezogen. Er sei arbeitslos gewesen und wolle jetzt wieder berufstätig werden. Eine Arbeitsstelle habe er in Aussicht.

In einem Tresor stellte die Polizei bei ihm zu Hause zudem eine CO2-Gaspistole sicher, die für ihn verhängnisvoll gewesen wäre, wenn sie griffbereit bei den Drogen gelegen hätte. So war der Besitz der Pistole nicht mitangeklagt. „Die Pistole habe ich nur zur eigenen Verteidigung besessen“, behauptete der Angeklagte und erklärte, dass sein Mitbewohner manchmal mit einem Hammer in der Hand in sein Zimmer gekommen wäre und er sich bedroht gefühlt hätte.

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