Ein Tag nach „Friederike“
„Relativ glimpflich“ davongekommen

Laer/Horstmar -

Aufräumen war nicht nur am Sturm-Tag, sondern auch einen Tag danach in der Stadt Horstmar und der Gemeinde Laer angesagt. So musste die Laerer Feuerwehr gemeinsam mit Westnetz und Einheiten des Technischen Hilfswerk, einige stromlose Bereiche mit Notstromaggregaten versorgen. Zudem war der Kilometerbusch wieder gesperrt sowie die L 580 zwischen Steinfurt und Horstmar. Die Altstadt von Horstmar war am Donnerstag von 12.30 bis 18 Uhr gesperrt.

Freitag, 19.01.2018, 18:01 Uhr

Weil Dachziegel von der Ss.-Cosmas-und-Damian-Kirche fielen, musste die Dorfstraße in Leer einseitig gesperrt werden. Aufräumarbeiten waren gestern angesagt.  
Weil Dachziegel von der Ss.-Cosmas-und-Damian-Kirche fielen, musste die Dorfstraße in Leer einseitig gesperrt werden. Aufräumarbeiten waren gestern angesagt.  

Bürgermeister Peter Maier und sein Allgemeiner Vertreter, Maik ter Beek, brauchen sich nicht zu ärgern, dass sie den Neujahrsempfang, der am Donnerstagabend geplant war, wegen des Orkantiefs „Friederike“ kurzfristig abgesagt haben. Zwar sah es zunächst so aus, als ob die Feuerwehrleute doch hätten teilnehmen können, weil ihre Bereitschaft am Nachmittag geendet hatte, doch dann kam alles ganz anders.

„Wir mussten noch mal raus“, erklärte Gemeindebrandinspektor Stefan Rikels am Freitag auf die Frage dieser Zeitung nach der Sturmbilanz. So habe die Westnetz angerufen und die Feuerwehr um Hilfe gebeten, da die Stromversorgung in manchen Bereichen unterbrochen war, nachdem Bäume in die Oberleitungen gefallen waren.

Zur Hilfe eilten den Brandschützern und der Westnetz Einheiten des Technischen Hilfswerks aus Warendorf, Rheine, Ibbenbüren und Münster. Gemeinsam habe man Notstromaggregate an der Beerlager Straße, am Dörhoff bei Stegemann in Holthausen sowie in der Laerer Bauerschaft Altenburg aufgestellt.

Zudem mussten umgestürzte Bäume aus den Leitungen geholt werden. Das habe die ganze Nacht gedauert, berichtete der Feuerwehrchef. Zwischenzeitlich habe es auch noch einen Einsatz mit der Drehleiter aus Borghorst gegeben, bei dem die Helfer ebenfalls einen Baum aus der Oberleitung entfernt hätten.

Erneut gesperrt werden, musste der Kilometerbusch. „Der war nur für 30 Minuten freigegeben“, berichtete Rikels, dass der Landesbetrieb NRW die Landstraße 550 wieder abgeriegelt habe, weil weitere Bäume umgefallen waren und beseitigt werden mussten.

Die Altstadtsperrung konnten die Einsatzkräfte in Horstmar am Donnerstag um 18 Uhr aufheben. Da sei das Schlimmste vorbei gewesen, zeigte sich Ordnungsamtsleiter Heinz Lölfing erleichtert, dass man trotz zahlreicher umgefallener Bäume, vieler heruntergefallener Dachziegel und anderer Schäden noch „relativ glimpflich“ davongekommen sei. Das sei maßgeblich der Feuerwehr und den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes zu verdanken, die ihre zahlreichen Einsätze gut gemeistert hätten.

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