Singen aus Leidenschaft
Gutes für Seele, Körper und Geist

Laer -

Singen schafft eine freundliche Atmosphäre, beflügelt das soziale Miteinander und macht schlichtweg Spaß. Das meinen auch die rund 25 Mitglieder des Gospelchores „New Spirit“, der in der Evangelischen Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar zu Hause ist. Die Sänger stammen aus Laer sowie den umliegenden Städten und Gemeinden. Auch für 2018 haben sich die Chormitglieder unter der Leitung von Uta Reinke-Rolinck einiges vorgenommen.

Freitag, 29.12.2017, 21:12 Uhr

Auch in diesem Jahr unterstützte der Chor „New Spirit“ Pfarrerin Dagmar Spelsberg-Sühling im Gottesdienst am Heiligen Abend.
Auch in diesem Jahr unterstützte der Chor „New Spirit“ Pfarrerin Dagmar Spelsberg-Sühling im Gottesdienst am Heiligen Abend. Foto: Nix

Singen schafft eine freundliche Atmosphäre, beflügelt das soziale Miteinander und macht schlichtweg Spaß. Das meinen auch die rund 25 Mitglieder des Gospelchores „New Spirit“, der in der Evangelischen Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar zu Hause ist. Die Sänger stammen aus Laer sowie den umliegenden Städten und Gemeinden. Jedes Mal, wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, ist die Sangesgemeinschaft Teil des Heiligabend-Gottesdienstes in der Matthäuskirche. So war es auch in diesem Jahr, bevor Pfarrerin Dagmar Spelsberg-Sühling den Weihnachtssegen spendete und allen ein frohes Fest wünschte.

„Macht die Tore auf, öffnet eure Herzen“, hieß es im Eingangslied. Die Einladung, sich für das Fest der Geburt Jesu Christi zu öffnen, wurde sofort verstanden. Mit dem geradezu hymnischen „Joy to the world“ – („Freue dich Welt“), einem der international bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslieder, verabschiedete sich der Chor für dieses Jahr von seinem Publikum.

„Singen im Chor, das ist für mich ganz wunderbar, um so richtig bei mir zu sein“, beschreibt Jürgen, eine der Bassstimmen seine Motivation. In der Sängergemeinschaft nennt man sich beim Vornamen. Das ist Ehrensache, denn alle sind schließlich Teil eines Ganzen. „Wenn ich den Kopf mit irgendwelchen Problemen voll habe, so sind sie nachher wie weggesungen“, fügt Jürgen schmunzelnd hinzu.

Außerdem findet er die Gemeinschaft ganz toll. Es gibt wirklich niemanden, mit dem er nicht zurecht kommen würde. Er sei ansonsten kein „Vereinsmeier“, aber dieser Chor sei wirklich „seins“.

Als Leiterin sitzt Uta Reinke-Rolinck am Klavinova, einem digitalen Klavier. Sie sucht die Lieder aus und gibt den Takt sowie die Einsätze vor. Eigentlich ist sie studierte Lebensmittel-Chemikerin, doch aus Liebe zur Musik absolvierte sie bereits im Jahr 1977 eine Ausbildung zur nebenamtlichen Kirchenmusikerin.

Neben weiteren Stationen ist Uta aus der Laerer Chorarbeit seit 1991 nicht mehr wegzudenken. „Ich mag natürlich vor allem die Gospels“, betont sie. „Singen heißt, Seele, Körper und Geist etwas Gutes zu tun“, hebt die Kirchenmusikerin hervor. Große Bedeutung habe natürlich auch der religiöse Hintergrund, schließlich heiße Gospel übersetzt „Die frohe Botschaft“.

„Ich wurde durch einen Freund auf New Spirit aufmerksam“, sagt Eva, die noch nicht lange im Sopran mitsingt. Sie dachte sofort, Chorsingen könnte ihr wieder Freude bringen, war sie doch früher schon mal sechs Jahre Mitglied eines Schulchores. „Ich mag Musik und habe in der Vergangenheit auch Klavier gespielt“, berichtet die Wahl-Steinfurterin. Sie findet das Gemeinschaftserlebnis des Singens mit anderen großartig.

„Mir gefällt speziell an diesem Chor, dass er überschaubar ist. Außerdem liebe ich die Auswahl der Lieder“, betont Eva. „Sie sind fröhlich, haben Rhythmus und sind mitreißend“. Sich Texte zu merken und Melodien einzuprägen, dass ist für sie eine Art „kurzweiligen Gehirnjoggings“.

Hans-Georg ist seit acht Jahren einer der „Bassmänner“ unter den Sängern. Ihm vermittelt das Singen Lebensfreude und Ausgeglichenheit. „Vorher muss man sich hin und wieder mal einen Ruck geben und man kommt vielleicht schon mal aus Pflichtgefühl zu den Proben. Doch wenn ich dann mitsinge, ist es richtig schön“, sagt er.

In 2018 ist die Fahrt zum internationalen Gospel-Kirchentag nach Karlsruhe das absolute Highlight. Auch die Begleitung der Konfirmationen in Laer und Borghorst sowie die Taizé-Andachten am Gründonnerstag sowie am Buß- und Bettag sind Höhepunkte des Chorlebens.

2004 wurde „New Spirit“ gegründet, als ehemalige Kinderchormitglieder aus Horstmar-Leer gern auf Englisch singen wollten. In den Anfängen waren es 14 junge Mädchen, mit denen die musikalische Gruppe begann. Später kamen Männerstimmen aus dem Kirchenchor hinzu und langsam wurde ein Erwachsenenchor daraus. Und so ist es bis heute geblieben.

„Wir treten auf Gemeindefesten auf, sind regelmäßig auf dem Gospelkirchentag vertreten, nehmen an Workshops teil und sind auf Kreiskirchentagen präsent“, schildert die Chorleiterin. Die Fühler werden also auch über die Gemeindegrenzen hinaus ausgestreckt. „Ich möchte mich auch bei Pfarrer Holger Erdmann, Pfarrerin Dagmar Spelsberg-Sühling sowie dem Prädikanten Alexander Becker herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken“, betont Uta Reinke-Rolinck. Das ist ihr ein besonderes Anliegen. „New Spirit“ – das sei ein „bunter Haufen“ im positiven Sinne, der auch über das Singen hinaus geselligen Umgang pflegt und dabei viel Freude hat. Neue Mitglieder sind übrigens jederzeit willkommen, besonders in den Tenor- und Bassstimmen. Geprobt wird mittwochs um 19 Uhr in der Matthäuskirche.

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