Karneval im Seniorenheim
Sketche, Lachsalven und Gassenhauer

Ladbergen -

Da sage noch einer, die fünfte Jahreszeit in Ladbergen erreiche erst mit der großen Weiberfastnachtsparty und dem Bollerwagen-Umzug an Rosenmontag seinen Höhepunkt. Pustekuchen.

Dienstag, 06.02.2018, 20:02 Uhr

Ein Sketch jagte den nächsten: Die Stimmung bei den 140 Frauen und Männern, die die Karnevalsfeier besuchten, war bestens. S
Ein Sketch jagte den nächsten: Die Stimmung bei den 140 Frauen und Männern, die die Karnevalsfeier besuchten, war bestens. S Foto: Mareike Stratmann

Wer gestern Nachmittag im Seniorenheim vorbeischaute, wurde Zeuge, wie 140 Frauen und Männer fröhlich schunkelnd und mit vielfachem „Ladberger Helau“ eine zünftige Karnevalsfeier feierten.

Nach Kaffee und Berlinern, die bei einer solchen Veranstaltung natürlich nicht fehlen durften, wurde mit Lieselotte Hülsebus und Gustav Beckmann zum zweiten Mal ein Prinzenpaar aus den Reihen des Seniorenheims gewählt. Und nach deren Polonaise mit Ehrentanz jagte ein Programmpunkt den nächsten.

Während Anni und Gerda (Elsbeth Reinker und Martha Weikert) „up platt“ das ein oder andere Dönekes über Stinkefüße, Hämorrhoiden und Verdauungsprobleme zum Besten gaben, wusste „Röschen“ (Brunhilde Lingemann) so manches von der Jagd nach dem „heißen Röschen“ zu berichten. Sie wurden ebenso reichlich mit Beifall und Lachsalven bedacht wie Gabi Reinecke, die ihren Teppich ausrollte und „Allaha“ anbetete, er möge ihr doch eine weiße Schlange schenken.

Da ihr Beten allein nichts half, bat sie die Chefinnen und Moderatorinnen der gestrigen Veranstaltung, Mechthild Teigeler und Hildegard Mayer, sowie den Mann an der Quetschkomode, Hubert van der Zee, um Hilfe. Aber auch das fruchtete nicht. Stattdessen gab‘s von „Allaha“ ein Fax: „Wozu sie denn eine weiße Schlange benötige, wenn sie doch längst drei Kamele gefunden habe.“ Die Lacher hatte die Mitarbeiterin des Seniorenheims auf ihrer Seite. Was auch für ihre Kolleginnen Helene Löwen und Kerstin Weiler galt, die sich so ihre Gedanken über die passenden Ärzte für die besonderen Probleme machten.

Zum Schluss stattete der Elferrat den Senioren einen Besuch ab und durfte sich davon überzeugen, dass der karnevalistische Frohsinn im Ort längst Betriebstemperatur erreicht hat. Hubert van der Zee, der mit seinen Schlagern und Volksliedern ein ums andere Mal den Nerv der Senioren traf, hatte schon recht, als er zum krönenden Abschluss den Gassenhauer „So ein Tag so wunderschön wie heute“ anstimmte und sich damit von seinem Publikum verabschiedete.

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