Monika Blankenberg und das Älterwerden
Aus jungen Früchten wird Fallobst

Ladbergen -

Kaum war Ostern, schon ist wieder Weihnachten. Ein Jahr geht zu Ende, man lässt das vergangene Revue passieren und nimmt das eigene Altern wahr. So auch Monika Blankenberg, die jetzt auf der Kulturbühne das Publikum in erfrischender Art und Weise an diesem Prozess teilhaben ließ. Für Spätentschlossene hatte sie Geschenktipps für den Gabentisch parat.

Sonntag, 17.12.2017, 20:12 Uhr

Monika Blankenberg nahm mit ihrem Kabarettprogramm dem Alterungsprozess den Schrecken.
Monika Blankenberg nahm mit ihrem Kabarettprogramm dem Alterungsprozess den Schrecken. Foto: Anne Reinker

Noch bevor die Marketing-Initiative „Nu män tou!“ die Werbetrommel rühren konnte, war das Saisonfinale ausverkauft. Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass auch die letzte Aufführung im Jahr gute Unterhaltung verspricht. Rund 100 Besucher, davon auch einige aus benachbarten Gemeinden, fanden bei Buddemeier Platz.

„So ein tolles Jahr hatten wir noch nie“, freute sich Ingo Kielmann bei der Begrüßung. Dies sei insbesondere den Ehrenamtlichen zu danken, die den Rahmen für die Veranstaltungen bilden. Seinen Dank richtete er auch an das Publikum, dass der Kulturbühne „so gewogen“ war.

Monika Blankenberg etwa überzeugte in ihrem Programm „Altern unterm Weihnachtsbaum oder: Es ist ein Jahr entsprungen“ nicht nur mit lustigen Gags, sondern auch mit einer guten Portion Selbstironie. Mit trockenem Humor offenbarte sie die Vor- und Nachteile des älter Werdens. Das verglich sie mit dem „Obstbaum des Lebens“. Von den jungen, frischen Früchten bis zum Fallobst entwickele sich das Dasein. Und angesichts dessen werden man gegen Ende des Jahres sentimental. Die Zeit renne schließlich davon. „Man könnte die Ostereier fast an den Weihnachtsbaum hängen“, meinte Blankenberg.

Doch bevor es soweit sei mit dem „Stressfest“ und „die Enten und Gänse das Weite suchen“, sei man dem Konsumterror ausgesetzt. Sie empfahl: „Schließ ab die Tür, die Tor mach zu, dann haste Weihnachten auch Ruh`“.

Das winterliche Wetter sei auch nicht mehr dass, was es mal war, zog Monika Blankenberg gleich darauf weiter vom Leder. „Wenn man heute an Schnee denkt, denkt man als erstes an die Deutsche Bahn und ihre vier natürlichen Feinde: „Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter“.

Zurück zum Altern, „wenn die Kerzen auf dem Geburtstagskuchen einem Flammenmeer gleichen“: Mit 30 Jahren bekämen viele Frauen ihre ersten Depressionen. „Kein Bausparvertrag, keine Kinder, kein Mann. Ich sitze in der Lostrommel“, sagte Monika Blankenberg. „Nicht attraktiv, aber übrig.“ Und mit Ende 40 drohe das „Klimakterium, wenn die Hormone sich mit Kalorien paaren und im Kleiderschrank wohnen“. Noch einige Jahre später werde dann ein „sozialverträgliches Ableben“ von Rentnern erwartet.

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