Feuerwehreinsatz an der A 30
Batteriesäure auf einem Rastplatz ausgelaufen

Westerkappeln-Velpe/Ibbenbüren -

Die Ibbenbürener Feuerwehr ist Donnerstagmittag zu einem Einsatz auf dem Rastplatz Brockbachtal-Süd an der Autobahn 30 gerufen worden. Dort war Batteriesäure auf der Ladefläche eines Lkw ausgelaufen.

Donnerstag, 14.02.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 15:18 Uhr
Für die Ibbenbürener Feuerwehr gab es nicht viel zu tun. Der Einsatz beschränkte sich auf das Abstreuen der Batteriesäure mit einem speziellen Öl- und Chemikalienbinder. Foto: Frank Klausmeyer

Uwe Senkel hat am Donnerstag zu seinem 59. Geburtstag eine besondere Überraschung erlebt. Dem Anlass gebührend rief er die Ibbenbürener Feuerwehr zur Hilfe, damit nichts Schlimmeres passiert. Für Senkel sind solche Momente allerdings keine wirkliche Überraschung, sondern „normal“, wie er sagt.

Denn wenn er und seine Kollegen von Schwerlastgruppe der Autobahnpolizei Münster im Einsatz sind, vergeht eigentlich kein Tag, an dem sie nicht einen oder mehrere Lastzüge vorübergehend aus dem Verkehr ziehen oder sogar ganz stilllegen.

Polizeikontrolle auf dem Rastplatz

Am Donnerstag hatten Polizeihauptkommissar Senkel und Polizeioberkommissar Meik Ackermann wieder einmal den richtigen Riecher, als sie den polnischen Lkw, der auf der Autobahn 30 in Richtung Hannover unterwegs war, zur Kontrolle auf den Rastplatz Brockbachtal-Süd lotsten. Nach Öffnen der Planen und kurzer Inspektion der Ladung wussten sie, was zu tun ist und forderten Unterstützung der für diesen Autobahnabschnitt zuständigen Ibbenbürener Feuerwehr an.

Der Lastzug transportierter alte Batterien für Gabelstapler. Aus einigen Batterien war Säure ausgetreten, so dass Gefahr für die Umwelt und Gesundheit nicht auszuschließen war.

Die Ibbenbürener Feuerwehr war mit 15 Männern im Einsatz. Viel zu tun gab es für die Einsatzkräfte nicht.

Die Ibbenbürener Feuerwehr war mit 15 Männern im Einsatz. Viel zu tun gab es für die Einsatzkräfte nicht. Foto: Frank Klausmeyer

Abstreuen der Batteriesäure

Die Ibbenbürener Wehr rückte mit fünf Fahrzeugen und 15 Männern an. „Viel machen mussten wir nicht“, erläutert Einsatzleiter Bernward Plake. Der Einsatz beschränkte sich auf das Abstreuen der Batteriesäure mit einem speziellen Öl- und Chemikalienbinder. Ob der Laster auf der Strecke bereits Säure verloren hat, vermögen weder Feuerwehr noch Polizei zu sagen.

Dem Lkw-Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt. „Erst mal müssen die Ladung vernünftig gesichert und die Batterien sauber verpackt werden“, erläutert POK Ackermann. Auch die Ladefläche sei zu reinigen. Den Fahrer erwarten wohl keine Sanktionen. „Der Abfallerzeuger bekommt aber Post von uns“, kündigt Ackermann an.

Vor der Erlaubnis zur Weiterfahrt mussten die Altbatterien erst einmal ordentlich gesichert und sauber verpackt werden.

Vor der Erlaubnis zur Weiterfahrt mussten die Altbatterien erst einmal ordentlich gesichert und sauber verpackt werden. Foto: Frank Klausmeyer

Weitere Lastwagen angehalten

Auf dem Autobahnparkplatz an der A 30 mussten am Donnerstag auch zwei Großraum- und Schwertransporte unfreiwillig länger Rast machen. Für solche Transporte gebe es Auflagen, erklärt Polizeikommissar Heinz Buthemann. Dazu gehöre natürlich eine ordnungsgemäße Ladungssicherung und auch Personal, das deutsch spricht. „Beides war hier nicht der Fall“, betont Buthemann.

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