Finanzamt Ibbenbüren legt Bilanz für 2018 vor
Im Club der Milliardäre

Tecklenburger Land -

Michael Spielmann gehört jetzt zum Club der Milliardäre. Natürlich kann und würde er sich nie mit den Familien Schwarz, Reimann, Albrecht oder Klatten vergleichen. Es ist ja nicht sein Geld. Aber als Leiter des Finanzamtes Ibbenbüren gab Spielmann am Dienstag bekannt, dass seine Behörde vergangenes Jahr die Milliarden-Marke bei den Steuereinnahmen übersprungen hat.

Dienstag, 22.01.2019, 16:12 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 18:04 Uhr

Rund eine Milliarde und knapp zwanzig Mllionen Euro hat das auch für die Gemeinden Westerkappeln und Lotte zuständige Finanzamt vergangenes Jahr eingenommen. „Damit wurde wiederum ein neues Rekordergebnis erzielt“, erklärt Spielmann . In nur acht Jahren haben sich die Einnahmen fast verdoppelt. 2010 standen „nur“ 550 Millionen Euro auf der Habenseite.

Die Lorbeeren gebührten natürlich den Unternehmen und Arbeitnehmern, die dieses Ergebnis zustande gebracht haben, betont der Finanzamtschef. „Unser Beitrag ist, für korrekte Zahlen zu sorgen.“

Gegenüber 2017 sind die Steuereinnahmen des Finanzamtes in den elf Städten und Gemeinden des Tecklenburger Landes sowie in Greven und Saerbeck um 33,3 Millionen Euro oder 3,4 Prozent gestiegen. Damit liegt Ibbenbüren im Durchschnitt des Landes (+4,2%) und auch im Trend des Bereichs der Oberfinanzdirektion Münster (+3,5%) .

Im Wesentlichen sei das Ergebnis der konjunkturellen Entwicklung und der niedrigen Arbeitslosigkeit geschuldet, stellt Spielmann fest. Das spiegelt sich insbesondere bei der Umsatzsteuer wider, die gegenüber dem Vorjahr noch einmal um knapp drei Prozent auf 377,1 Millionen Euro gestiegen ist.

Dahinter folgt die Lohnsteuer, die die Arbeitgeber direkt ans Finanzamt abführen. Hier betrugen die Einnahmen rund 353 Millionen Euro – ein Plus von gut zehn Millionen Euro gegenüber 2017.

Bei der Einkommensteuer, die sich vorrangig aus dem Ergebnis der Rückerstattungen und Nachzahlungen im Zuge der Einkommensteuererklärungen berechnet, verbuchte das Finanzamt Einnahmen in Höhe von 144,1 Millionen Euro.

Einen Zuwachs von mehr als zehn Prozent meldet das Finanzamt bei den Einnahmen aus der Körperschaftssteuer, die von Kapitalgesellschaften wie einer GmbH zu entrichten ist. Hier kamen 48,3 Millionen Euro zusammen. „Da gibt es immer mal wieder Schwankungen, zum Beispiel infolge von Betriebsprüfungen“, erläutert Michael Spielmann.

Relativ am stärksten sind übrigens die einbehaltenen Steuern aus Kapitalerträgen gestiegen, nämlich um mehr als 300 Prozent. Unter dem Strich landeten dabei allerdings nur 2,6 Millionen Euro in der Kasse des Ibbenbürener Finanzamtes. Wie diese Mehreinnahmen trotz Null- und Negativzinsen zustande gekommen sind, vermag Spielmann angesichts der dann doch geringen Summe nicht zu sagen.

Zuständig für 220 000 Einwohner

Das Finanzamt Ibbenbüren ist zuständig für rund 220 000 Einwohner in 13 Städten und Gemeinden. Jährlich bearbeitet die Behörde nach eigenen Angaben etwa 110 000 Steuererklärungen. Hinzu kommen Außenprüfungen, die Bearbeitung von Einspruchs- und Klageverfahren sowie Grundstücks- und Bauangelegenheiten.Beim Finanzamt Ibbenbüren sind 292 Mitarbeiter beschäftigt, davon derzeit 41 Auszubildende im mittleren und gehobenen Dienst. Rund ein Drittel der Beschäftigten ist laut Mitteilung in Teilzeit tätig. Zudem gibt es 17 Heimarbeitsplätze.

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