Mehrheit gegen Klimaschutzmanager
„Es geht auch ohne“

Horstmar -

Die Grünen wollen ihn unbedingt und die Christdemokraten nicht. Das zeigte sich während der Haushaltsberatungen im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Heimatpflege, als es um einen Antrag der CDU-Fraktion ging. Diese hat sich bewusst dafür entschieden, die geplante Stelle eines Klimaschutzmanagers nicht einzurichten, auch wenn sie befristet mit 90 Prozent gefördert wird. Stattdessen wollen die Christdemokraten ein Produkt des Haushaltes ab 2018 „Klima- und Umweltschutz“ nennen und es mit einem Haushaltsansatz von 5000 Euro versehen.

Dienstag, 30.01.2018, 23:01 Uhr

„Wir brauchen in der Stadtverwaltung unserer Größenordnung Teamplayer und Mitarbeiter, die in der Lage sind, interdisziplinär zu denken und zu arbeiten“, begründete Bürgermeister Robert Wenking die ablehnende Haltung der CDU . Ein Klimaschutzmanager müsse eingearbeitet und betreut werden, befürchtete der Verwaltungschef, dass diese Kraft mehr Arbeit macht, als das sie nutzt. Ihm sei ein weiterer Ingenieur im Bauamt lieber, meinte Wenking, dass die Arbeit eines Klimaschutzmanagers bisher erfolgreich von der Verwaltung gemacht worden sei. In Fällen, in denen das nicht gehe, wolle man den Sachverstand von Experten von außen einkaufen.

Ganz anders sahen das die Grünen. „Was kann man denn mit 5000 Euro erreichen?“ wollte deren Sachkundige Bürgerin Lydia Hackmann wissen. „Ich fände es schade, wenn wir die Chance nicht nutzen, für ein bis zwei Jahren einen Arbeitsplatz zu vermitteln. Dieser sei befristet und die Stadt sei natürlich nicht verpflichtet, den Klimaschutzmanager danach einzustellen.

„Ich glaube, dass wir uns als kleine Gemeinde, die in der Haushaltssicherung ist, verzetteln“, befürchtete der Bürgermeister. „Klimaschutz geht auch ohne Klimaschutzmanager“, zeigte er sich überzeugt.

Die Grünen betonten ihr Unverständnis und bedauerten, dass es keine Ausschreibung für diese „dringend notwendige Stelle“ geben soll. Immerhin hätte die Stadt vielfältige Aufgaben zu bewältigen, zumal der Rat entschieden habe, dass die Stadt Teil der „Masterplan-Region 100% Klimaschutz“ des Kreises Steinfurt wird.

Verständnis für die Sorgen der CDU zeigte hingegen Ausschuss-Vorsitzender Klaus Roters (SPD). Die Gefahr bestehe, dass ein solcher Posten für die Stadt „verschenkt“ sei, meinte er.

Die Haltung der Parteien spiegelte sich schließlich im Abstimmungsergebnis wider. So votierte die Mehrheit bei einer Enthaltung für den Antrag der CDU.

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