SPD will die Ortsmitte aufwerten
Mehr Qualität und Charakter

Reckenfeld -

Die Ideen mögen schon alt sein – aber von gestern sind sie deshalb nicht, meint die SPD Reckenfeld. Gemeint sind Vorschläge aus dem Jahr 2012 zur Umgestaltung der Ortsmitte – genauer: des Dorfplatzes und der angrenzenden Verkehrsflächen.

Freitag, 11.10.2019, 06:08 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 06:20 Uhr
Im Moment wird der Kirchplatz im Alltag vor allem als Parkplatz genutzt. Foto: oh

Warum die SPD das Thema jetzt wieder anpackt? Weil der Umbau der Bahnhofstraße ansteht – zumindest im hinteren Bereich bis zum Bahnübergang. „Das hängt zusammen. Man sollte nicht das eine ohne das andere tun“, fordert Wolfgang Klaus .

Die Vorschläge, die einst im Rahmen des Prozesses „Reckenfeld 2020“ erarbeitet worden sind, seien bis heute nicht umgesetzt worden. Vor einem Jahr beantragte die SPD, das im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbes für das Sportgelände nachzuholen. Was geschah? Die Planungsbüros wurden aufgefordert, auch die Übergänge zu angrenzenden Geboten (Dorfplatz) „mitzudenken“ und Vorschläge zur Vernetzung der Bereiche zu machen. Nicht der große Wurf, den sich die SPD seinerzeit gewünscht hat.

Daher fordern die Sozialdemokraten nun, den Bereich rund um den Dorfplatz wieder anzupacken und aufzuwerten. Er soll das werden, was er längst sein könnte: ein Treffpunkt für Generationen, ein einladender Platz mit Wohlfühlcharakter – und nicht nur ein Parkplatz, was er zumindest im Alltag überwiegend ist. „An Parkplätzen für Autos mangelt es in der Reckenfeder Ortsmitte ganz sicher nicht“, sagt SPD-Vorsitzender Hermann Honermann.

Brunnen, Sitzgelegenheiten, Spielgeräte für die Kinder – für die SPD ist vieles denkbar und wünschenswert, was die Aufenthaltsqualität der Fläche erhöhen würde. Die Botschaft: Der Mensch soll sich dort gern aufhalten und den Platz gern aufsuchen – und das nicht nur, wenn er sein Auto abstellen möchte.

Dafür könnte auf die 2012 von Architekt Frank Sabrowski gezeichneten Entwürfe zurückgegriffen werden, die seinerzeit die Ideen und Wünsche der Bürger aufnahmen.

Alle drei sehen eine neue Verkehrsführung der Bahnhofstraße in Höhe des Kirchplatzes vor, einmal ein großer Kreisverkehr (mit Marktplatz in der Mitte), in zwei Fällen eine verschwenkte Fahrbahn, der so der stark trennende Charakter genommen wird. In einem Fall wandert der Marktplatz auf die nördliche Seite der Bahnhofstraße, in einem anderem entsteht Platz für eine Wasserfläche.

Es ist höchste Zeit, sich diese Vorschläge wieder zu vergegenwärtigen, findet nicht nur Wolfgang Klaus. Die kommende Bebauung der nahen Sportflächen und die mögliche Umgestaltung der Bahnhofstraße (so von der Stadtverwaltung vorgeschlagen) seien die passende Gelegenheit, auch wieder über den Dorfplatz zu sprechen, „damit keine Flickschusterei entsteht“, so Klaus, sondern im besten Falle eine Gestaltung aus einem Guss.

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