Fälscherwerkstatt im Stadtarchiv
Falscher Quittungsbeleg von 1788

Greven -

Das Stadtarchiv verwandelte sich am Donnerstag für vier begeisterte Kinder in eine „Fälscherwerkstatt“: eine Initiative des Ferienprogramms „Check-In“.

Donnerstag, 15.08.2019, 16:55 Uhr
Mit einem Teebeutel färbten die Kinder die Fälschung ein. Foto: Sina-Marie Hofmann

Zunächst wurde den Kindern die Arbeit des Stadtarchivs erklärt. Fragen wie „Was ist eine Urkunde?“ und „Warum schrieb man früher anders?“ wurden geklärt. Ebenso verdeutlichten die Mitarbeiter des Archivs den Kindern, dass die Werkstatt eine einmalige Chance sei, da das Fälschen normalerweise nicht legal ist.

Als Vorlage der Fälschung diente ein Quittungsbeleg aus dem Jahre 1788. In diesen durften die Kinder ihren Namen eintragen – in der Kanzleikursive aus dem 18. Jahrhundert oder in Frakturschreibschrift. Dabei lernten sie die altdeutsche Schrift und römische Zahlen kennen.

Danach wurde das Dokument mit Tipp-Ex ausgebessert und noch einmal kopiert. Anschließend bearbeiteten die Kinder den Quittungsbeleg mit Teebeuteln und kokelten die Ränder des Dokuments mit einer Kerze an. Mit rotem Wachs und einem abgelaufenen Siegel versiegelten sie den Beleg. Für eine perfekte Fälschung fehlte dann nur noch eine Unterschrift – Leiterin des Stadtarchivs, Anna Lindenblatt, unterschrieb mit „Anna von Greven.“

Die Fälschungen durften die Kinder mit nach Hause nehmen.

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