Neubau für 1,5 Millionen Euro in Planung
Bühne will Spielerheim erweitern

Reckenfeld -

Probenmöglichkeiten im Winter? Sehr eingeschränkt. Platz, um ein Winterstück in größerem Rahmen aufzuführen? Mangelware. Da zudem die Bausubstanz eines Teils des Spielerheims der Freilichtbühne zu wünschen übrig lässt, beschäftigen sich die Aktiven derzeit mit einem ambitionierten Plan: dem Teil-Neubau des Gebäudes.

Mittwoch, 14.08.2019, 19:34 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 16:54 Uhr
Hier wurden auch schon mal Winterstücke aufgeführt, aber vor eher kleiner Zuschauerzahl, weil die Räumlichkeiten mehr nicht hergeben. Zudem mangelt es an Probenmöglichkeiten. Foto: Oliver Hengst

Der zweistöckige Gebäudeteil links soll stehen bleiben, alles rechts davon abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden. Kosten: rund 1,5 Millionen Euro. Die Pläne machte der Bühnenvorstand am Montag im Rahmen des Besuches von Regierungspräsidentin Dorothee Feller (unsere Zeitung berichtete) öffentlich.

Wie konkret ist der Wunsch? „Wir wollen das machen“, machte Patric Sohrt , Vorsitzender der Freilichtbühne, deutlich. „Erste Architekten-Skizzen haben wir am Wochenende besprochen“, ergänzte Fiet Krause, zweiter Vorsitzender. Nun stehen Gespräche mit Banken, Stiftungen und potenziellen Sponsoren auf dem Programm. Denn 1,5 Millionen hat die Bühne natürlich nicht auf der hohen Kante liegen. Im Gegenteil: die Summe übersteigt die Möglichkeiten der Bühne deutlich.

Darum wurden beim Besuch am Montag direkt Möglichkeiten ausgelotet, Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Dorothee Feller signalisierte die Bereitschaft ihrer Behörde, Orientierung im Dickicht der vielen Fördertöpfe zu schaffen und bei einer eventuellen Antragstellung behilflich zu sein. In Kürze soll es einen Koordinationstermin geben, bei dem eben diese Fragen vertiefend besprochen werden sollen.

Ziel der Bühnen-Aktiven ist es, den Ersatz-Neubau möglichst zum Oktober 2022 zu eröffnen, so dass er für die dann anstehende Wintersaison bereits genutzt werden kann. Der Neubau soll so konzipiert werden, dass darin Winterstücke mit bis zu 150 Zuschauern aufgeführt werden können und zudem weitere Probenräume zur Verfügung stehen. „Im Grunde fangen wir immer im Oktober/November mit den Vorbereitungen fürs nächste Jahr an“, erläutert Sohrt. Wenn drei Stücke aufgeführt werden (was zuletzt meistens der Fall war), kommt die Bühne mit den derzeitigen Raum-Kapazitäten an ihre Grenzen. Behelfsweise wurden Proben deshalb auch schon ausgelagert.

Diese Ausnahme könnte in der Bauphase zur Regel werden. Sobald der Abriss erfolgt ist, stehen bis zur Einweihung des Neubaus die aktuell genutzten Probenräume nicht zur Verfügung. In dieser Zeit wird viel improvisiert werden müssen. Denkbar ist auch, dass Stücke zwei Jahre hintereinander aufgeführt werden (was es durchaus schon gab), um den Probenaufwand im Winter zu minimieren.

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