Die Rückkehr von „Klein-Wacken“
13 Bands rocken am alten Kanal

Greven -

Wer auf gute Stromlinienrockmusik der etwas härteren Gangart schwört, muss nicht bis nach Wacken fahren. Das gibt es auch auf dem kleinen, aber feinen Festival „Tank mit Frank“ – in diesem Jahr zum fünften Mal.

Dienstag, 23.07.2019, 12:59 Uhr

Saftige Wiesen und lange Baumalleen prägen die Landschaft an der Straße Am-Max-Klemens-Kanal. Wo früher hölzerne Frachtkähne (Treckschute) für Bewegung sorgten, sind es jetzt die Fans von Stromliniengitarren, die am 9. August (Freitag, ab 14 Uhr) die fünfte Auflage des Rockfestivals „ Tank mit Frank “ dort mitten im Grünen erleben können. Möglich macht dies der Sprakeler Frank Averbeck .

Was mit gemütlichen Konzerten vor „Freunden von Freunden“ vor 350 Fans vor seiner Haustür anfing, hat sich mittlerweile zu einer festen Größe im Festivalkalender entwickelt. Nicht wenige Besucher und Journalisten sprechen vom „kleinen Wacken in Münster“. Das lockt auch große Namen auf das bislang noch so ruhige Feld auf Grevener Gebiet.

Nachdem das Festival „Tank mit Frank“ 2018 aussetzte, verspricht jetzt das Line-up für den 9. August einen fantastischen Rock-im-Grünen-Tag. Insgesamt treten 13 Bands auf. Headliner sind: Kissin Dynamite („Beste Deutsche Band“-Auszeichnung von Metal-Hammer) wollen für Old-School- Nostalgie und Rockhymnen sorgen, während Fiddler´s Green verrockte irische Musik spielen.

Girl-Power aus Schweden: Thundermother - You do not have permission to view this object.

Die Band Almanac kündigt eine Power-Metal-Performance mit nicht weniger als drei Sängern und dem famosen ehemaligen Rage-Gitarristen Victor Smolski an. Das schwedische Damen-Quartett Thundermother ist bekannt für energiegeladenen Rock, wilde Riffs und robuste Grooves. Brenner, produziert von Vincent Sorg in Senden, wollen eine unverfälschte, schweißtreibende Rock’n’Roll-Party zünden.

„Tank mit Frank“ gibt es seit 2014. „Damals haben wir natürlich noch viel mehr improvisiert als heute, aber flexibel sind wir immer noch“, so Frank. Er hat zusammen mit Pascal Niepel, Christopher Gauselmann und Christoph Glanemann – zusammen als die Band „Die Beschmierten“ bekannt – das erste „Tank mit Frank“ organisiert.

Dass die Veranstalter mit ihrer Idee ins Schwarze getroffen haben, zeigt sich auch daran, dass die Besucherzahlen von der Premiere an kontinuierlich angestiegen sind. 2015 knackte das Festival die 1000-Besucher-Marke, 2016 waren es schon rund 1500 Besucher.

Brenner. - You do not have permission to view this object.

Der Festivalname hat übrigens nichts mit einer Tankstelle zu tun, jedenfalls nicht für Autos: „Wir lieben Musik und trinken gern ein Bier. Da lag der Name Tank mit Frank nah.“ So erklärt Frank Averbeck den Namen des außergewöhnlichen Festivals.

Das Erkennungszeichen des Festivals ist laut Veranstalter geblieben: Premium-Rock mit einer bunten musikalischen Mischung für alle Gehörgänge zwischen Hard- Rock, Metal, Bier-Rock, Punk und Stromgitarrenmusik aus Punk und Rock‘n‘Roll.

In diesem Jahr gibt es ein paar Neuerungen. Früher war das Festivalgelände am Wiethölter Damm, nun liegt es – um wenige Hundert Meter verschoben – auf der anderen Seite des Max-Klemens-Kanals, auf Grevener Stadtgebiet.

„Dort ist die Wiese größer, es gibt mehr Parkmöglichkeiten.“ Platz ist dort reichlich vorhanden. „Theoretisch könnten wir das Camping-Areal auf 10 000 Plätze ausbauen“, sagt Averbeck, der auch ein ansprechendes Catering verspricht.

Almanac ist Bombast-Rock pur - You do not have permission to view this object.

Im vergangenen Jahr kam das Aus für das Festival „Tank mit Frank“. Veranstalter Frank Averbeck drohte, auf zu hohen Kosten sitzen zu bleiben.

„Und eigentlich hätten wir es 2019 wieder nicht stemmen können“, sagt der 39-jährige Averbeck.

Doch dann kam eine Anfrage von Günter Dowidat. Der Veranstalter aus Tecklenburg suchte nach einer Location für sein Woodstock-Revival. Man wurde sich einig. Dieses findet am zweiten Festivaltag am 10. August (ab 14) Uhr statt – mit Veteranen aus der Woodstockgeschichte in Konzerten und Gesprächen, wie Leo Lyons (Ten Years After) und Miller Anderson (Keef Hartley Band). Unter anderem werden die originalen Playlists von 1969 beider Bands präsentiert.

Zusammen mit Ufo Walter (Bass) und Manni von Bohr (Drums) entführt Randy Hansen, der weltweit als Reinkarnation von Hendrix selbst bekannt ist, die Besucher höchst magisch in die Jimi-Hendrix-Welt.

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