SPD fordert mehr Wohnraum
„Man darf Handeln nicht vergessen“

Greven -

Vor vier Jahren habe die SPD den Antrag gestellt, das Thema Wohnen strategisch für die Zukunft zu planen und für Greven ein Stadtentwicklungskonzept vorzulegen. Im Stadtentwicklungskonzept „Wohnen“ würden verschiedene Prognosen für die Entwicklung Grevens aufgestellt, teilt SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Christian Kriegeskotte in einer Presseerklärung über die gegenwärtige Debatte über neuen Wohnraum mit.

Mittwoch, 17.07.2019, 09:29 Uhr
Schöner Wohnen. Den Traum von einer schönen Wohnung können sich in Greven viele Menschen nicht erlauben. Foto: djd/Deutsche-Fliese.de/V&B Fliesen

Bei einem mittleren Entwicklungshorizont erreiche Greven 42 000 Einwohner bis 2030, so wie es jetzt auch IT.NRW in seiner Bevölkerungsprognose dargestellt hat (Ausgabe vom 16.7.).

„Das Konzept sagt“, so Kriegeskotte , „wenn Ihr Eure im Flächennutzungsplan dargestellten Wohnbauflächen nutzt und eine moderate Nachverdichtung betreibt, könnt ihr den prognostizierten Zuwachs gerade decken. Dafür sind aber auch 60 bis 70 Hektar Wohnbauland notwendig.“

Obwohl das Konzept einstimmig beschlossen wurde, bezweifelt Kriegeskotte, dass es von Grünen und CDU noch mitgetragen werde: „Anders ist die Diskussion im Rat nicht zu erklären.“

In Greven fehlten schon heute viele Wohnungen. Es entstünden gerade mehr als 1000 neue Arbeitsplätze und auch die Zahl der in Greven lebenden Kinder sei massiv angestiegen. Was auf eine positive Entwicklung für die Zukunft hoffen lasse.

Die Anzahl der Menschen über 65 wird um 73 Prozent im Vergleich zu heute steigen. Die Anzahl der Hochaltrigen (über 80) werde sich verdoppeln.

Aus Sicht der SPD brauche Greven das Setex-Gelände und weitere Flächen als Wohnraum. Die Diskussion über Ziele sei schön und wichtig, man dürfe aber das Handeln nicht vergessen, meint Kriegeskotte.

Wenn in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht der entsprechende Wohnraum entstehe, werde es massive Auswirkungen über Miet- und Grundstückspreise, über Verdrängungswettbewerbe und fehlende Ansiedlung von jungen Familien und Arbeitskräften geben. Es sei die Aufgabe einer Kommune, die entstehenden Bedarfe vor Ort zu decken. Dazu gehören auch die Bedarfe nach Wohnraum.

Eine Verdrängung von Familien und Personen, die sich Greven nicht mehr leisten können, sei schon heute zu beobachten. Dies könne massive Ausmaße annehmen.

Greven habe als wachsende Kommune die Chance, seine Infrastruktur dauerhaft zu erhalten und weiter ein lebenswerter Ort für alle zu bleiben, so die Mitteilung: „Nicht handeln ist zur Zeit die größte Gefahr.“

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