Klassik-Open-Air am Beach: Vorbereitungen gehen auf die Zielgerade
Vorfreude auf „Riesen-Klangerlebnis“

Greven -

Ein Abend voller Premieren: das erste Mal von einem Sinfonieorchester begleitet, das erste Mal zusammen mit einem anderen Orchester auf der Bühne, das erste Mal in so hellem Rampenlicht – das Klassik Open Air am Sonntag, 30. Juni, wird nicht nur für die Besucher ein spannendes Erlebnis, sondern auch für die Musiker.

Dienstag, 18.06.2019, 11:02 Uhr aktualisiert: 18.06.2019, 14:42 Uhr
Musiker, Organisatoren, Helfer im Hintergrund und Sponsoren fiebern dem Groß-Event am Beach entgegen, das in diesem Jahr eine ganz besondere Ausgabe sein wird. Vor etwa einem Jahr sind die Vorbereitungen angelaufen. Foto: Oliver Hengst

Und das sind im wesentlichen Grevener, die in einem der Chöre oder Blasorchester musizieren. Hunderte, ach was tausende Stunden haben sie bereits in die Vorarbeiten investiert, damit am Konzertabend alles klappt. „Das ist geballtes ehrenamtliches Engagement am Beach. Das hatten wir in der Form in 13 Jahren ,Greven an die Ems‘ noch nicht“, sagt Peter Hamelmann , Geschäftsführer der ausrichtenden Kulturinitiative (KI).

Man wolle, sagt KI-Vorsitzender Egon Koling , das musikalische Potenzial, das in Greven stecke, dokumentieren. An die 250 Beteiligte auf und neben der Bühne wirken mit und decken unterschiedliche Genres ab - vom Sinfonischen Werk über Filmmusik und Jazz bis Popmusik. „Schön finde ich den Crossover-Gedanken“, sagte Uta Rodenberg (The Scales). Sie erwartet ein „Riesen-Klangerlebnis“ und freut sich unter anderem auf die Begleitung durch die Alte Philharmonie Münster. Verena Brockmann (Reckenfelder Blasorchester) und ihre Mitstreiter sind gespannt, wie die musikalische Vielfalt wirkt. „Wir freuen uns drauf, diese Erfahrung zu machen. Über 200 Musiker gleichzeitig – ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie das klingt. Ich bin gespannt.“

Nicht anders geht es Wilfried Sellmann (Sinfonischer Chor). Für ihn ist das Konzert auch Gelegenheit, „Werbung für die Chormusik zu machen. Wir würden uns sehr freuen, wenn das gelänge“. Dieter Michel (Big Band der Musikschule) berichtet von intensiven Proben. „Ich bin guter Dinge, denn wir haben auch sehr gute Leute.“

Die gibt es auch beim Gimbter Blasorchester, das fast ein vorgezogenes Jubiläumskonzert am Beach feiert (nächstes Jahr wird das Orchester 100). Ludger Gerdemann sieht sich nicht in Konkurrenz zu anderen Musiker-Gruppen des Abends. „Wir ergänzen uns. Gemeinsam Musik machen ist schon etwas Besonderes.“

Koordiniert wird das Ganze von Wolfgang Bernhardt, der laut Koling „eine Mordsarbeit“ leistet. „Es ist gefühlt schon anstrengend, aber ich freue mich sehr auf den Abend“, sagte Bernhardt, der von den „qualitativ hochwertigen“ Grevener Musikern überzeugt ist. Aber: „Wir werden es so, wie es am Sonntag läuft, vorher nicht proben können.“ Zu komplex der Ablauf, zu verzahnt die Übergänge. Hinzu kommt riesiger logistischer und technischer Aufwand. Der Dirigent muss zum Beispiel via Bildschirm auf die Nebenbühnen übertragen werden, damit ihn alle sehen. Für die Bühnentechnik sind ebenfalls Grevener gebucht: die Profis von P2.

Ohne Sponsoren wäre ein solches Event für die KI nicht möglich. Vor allem die Kreissparkasse Steinfurt engagiert sich noch mehr als ohnehin schon. Vorstand Rainer Langkamp ließ sich vom Engagement der Beteiligten begeistern. „Da steckt viel Idealismus hinter. Das gefällt mir.“ Als Grevener solle man sich der Besonderheit der Veranstaltung klar sein, die es so nicht jedes Jahr geben könne. „Das sollte man sich nicht durch die Lappen gehen lassen.“

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