Am Gymnasium sind Apps und Whiteboards schon ganz normal
„Die beiden Welten verbinden“

Greven -

Digitale Medien an Schulen - in Greven schon längst ein Thema, lange vor dem digitalen Bildungspakt Deutschland. Innerhalb von fünf Jahren investiert die Stadt als Schulträger 2,5 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur, also Leitungen, Netzwerktechnik und Hardware, vor allem Tablets und Computer. Wie wirkt sich das auf den Unterricht aus? Ein Besuch vor Ort . . .

Mittwoch, 15.05.2019, 18:45 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 19:01 Uhr
Mathe-Lehrer Torsten Budumlu schaut am Tisch von Bülent (links), Tom und Diana vorbei. Die Sechstklässler des Gymnasiums beschäftigen sich mit Würfelgebäuden und nutzen dafür Stift und Zettel, aber auch Apps und Tablets. Foto: Oliver Hengst

„Drei, zwo, eins“, zählt Lotta herunter. Noch einmal tief Luft holen. Und dann: „Herzlich willkommen zu unserem Erklärvideo.“ Leana, Ghofran und Valeria sind ebenfalls hochkonzentriert, spätestens seit sie auf den Aufnahmeknopf gedrückt haben. Mit dem iPad, in eine speziell Halterung montiert, nehmen die Sechstklässlerinnen ein Video auf, in dem sie ihren Lösungsweg präsentieren. Das Thema: Würfelgebäude.

„Die Schüler durchdringen den Stoff tiefer“, sagt Mathe-Lehrer Torsten Budumlu. Bevor sie anderen den Stoff erklären könnten, müssten sie sicherstellen, dass sie es selbst genau verstanden haben. Mit dem Einsatz der iPads sei allein noch nichts gewonnen. „Es geht darum, die beiden Welten zu verbinden“, sagt der Mathe-Lehrer. Zur Bestätigung liegen auch Stifte, bunte Pappkarten und Holzwürfel bereit – die auch genutzt werden.

Alle Schüler jedoch nutzen zusätzlich die entsprechende App, mit der sich die Würfel virtuell hin- und herschieben lassen. „Wir wollen die Schüler auch darauf vorbereiten, dass die Gesellschaft heute digitalisiert ist“, sagt der stellvertretende Schulleiter Andreas Henke. „Das muss sich in Bildung und Schule wiederfinden.“

Digitale Schule: Beispiel Mathe am Gymnasium

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Wichtig sei aber, die Technik nicht einfach um der Technik willen einzusetzen. „Es muss im und für den Unterricht passen.“ Das heißt in der heutigen Zeit auch: „Wir bringen die Schüler nicht in den Computerraum, sondern wir bringen die Medien zu den Schülern.“ Das erfordert den Einsatz mobiler Geräte, am Gymnasium vor allem iPads und Laptops. Auch interaktive Whiteboards als neuzeitlicher Tafelersatz finden sich in vielen Fach- und Klassenräumen.

Torsten Budumlu zeigt, wie das funktioniert: Er spiegelt den Inhalt seines iPad-Displays auf den großen Schirm und schiebt dort mit Gesten die Inhalte hin und her, vergrößert einzelne Bereiche, wischt wie auf einem Handybildschirm von Screen zu Screen.

An den Tischen arbeiten die Schüler derweil in Gruppen an ihren Aufgaben. Hier und da liegen auch Handys. „Es ist erlaubt, sie zu benutzen, wenn ich es ausdrücklich zulasse“, erläutert der Lehrer. Manche Schüler haben die Lernapps daher direkt auf ihr eigenes Handy geladen. Und was wenn während des Unterrichtes eine Nachricht eintrudelt? „Ignoriere ich“, sagt Tom. „Ich habe das Handy auf lautlos gestellt.“ „Ich habe gar kein Whats­App, bewusst nicht“, ergänzt Diana. Sie sei eine Handy-Wenignutzerin und habe es vorwiegend für das digitale Lernen in der Schule.

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