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Was ist Infraschall? Titel

Freitag, 15.03.2019, 17:24 Uhr

Was ist Infraschall?

Infraschall ist Schall in besonders niedriger Frequenz unter 20 Hertz. Es gibt viele Quellen, von Erdbeben über die Meeresbrandung, Flugzeuge, Kompressoren oder eben Windenergieanlagen. Aufgrund seiner großen Wellenlängen von Hunderten Kilometern wird Infraschall kaum von Luft oder Boden gedämpft, auch nicht durch Hindernisse wie Felsen, Wälle, Bäume oder Häuser: Er breitet sich nahezu verlustfrei aus. So konnten Schallphänomene von einem Park mit 60 Windturbinen in 90 Kilometer Entfernung nachgewiesen werden. Das Umweltbundesamt (UBA) schließt Gesundheitsschäden durch die kurz- und langfristige Exposition mit Infraschall nicht aus, sagt aber, dass die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse „einer Nutzung der Windkraft nicht entgegen“ stünden. Doch gesteht auch das UBA zu, dass es an Langzeitstudien fehlt, „die über chronische Effekte nach langjähriger niederschwelliger Infraschall-Belastung Aufschluss geben könnten“. Die Studienlage ist unbefriedigend.

Quellen: Umweltbundesamt; Bundesamt für Geowissenschaften; Ärzte für Immissionsschutz (AEFIS)

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