Heimatverein zieht zufrieden Bilanz
Platt aus dem Leben

Reckenfeld -

Grünkohl scheint bei vielen ein begehrtes Winteressen zu sein. „Wir sind heute auswärts essen“, witzelt der Vorsitzende des Heimatvereins, Herbert Runde, in Anspielung darauf, dass man zum ersten Mal für das traditionelle Grünkohlessen nach Reckenfeld eingeladen hatte. „Es gibt ja leider nicht mehr so viele große alte Säle für solche Veranstaltungen“.

Montag, 21.01.2019, 08:15 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 12:50 Uhr
Klaus Werner Kahl mal als Erzähler, mal als Vorleser mit und ohne Musik und einmal ein Blick auf einige Gäste. Foto: Rosemarie Bechtel

Stolz berichtet Runde von 40 Veranstaltungen, die der Heimatverein im letzten Jahr gestemmt hat. Aktuell wird in der Alten Post in Greven, dem Sitz des Vereins, eine Ausstellung mit Fotos aus der Arbeitswelt ge-zeigt.

Doch die Mitglieder bleiben am Ball und bereiten schon eine neue Ausstellung zu 100 Jahre Postgeschichte vor. „Wir freuen uns auch darüber, dass wir es geschafft haben, gut die Hälfte der Verteilerstationen in Greven mit Grevener Blickpunkten bestückt zu haben. Insgesamt sollen es 24 werden“, so Runde.

Die zehn Arbeitskreise sind aktiv, doch neue Mitglieder, die sich einbringen möchten, werden nach wie vor gerne gesehen. Von dem leckeren Grünkohl, den Michael Hillmann nach altem Familienrezept kochte und mit reichlich Beilagen kredenzte, waren die gut 60 Gäste begeistert.

Noch mehr begeistert waren die Gäste von den „Platdüütsken Döönkes, die dat Liäwen schreew“. Die hatte Klaus Werner Kahl in einem kleinen Buch festgehalten. „Hier drin stehen wahre Geschichten, die habe ich im Laufe der Jahre gesammelt.“

Manche Zuhörer konnten sich an die alten Zeiten, aus denen die Geschichten stammen, erinnern. Eine handelten, passend zum vorherigen deftigen Essen, von dicken Bohnen, Kohlgerichten und das Durcheinandergemüse, das es damals das ganze Jahr übergab. Viele Besucher verstanden noch recht gut die plattdeutsche Sprache, „die soll gepflegt und erhalten werden“, wirbt der Erzähler.

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