Stadtwerke erproben E-Carsharing
E-Mobilität für alle

Greven -

Stadtwerke-Mitarbeiter Christoph Glanemann hält die Plastikkarte an die Ladesäule – und schon fließt der „Saft“: Der VW-Elektroflitzer steht vor den Stadtwerken und wartet auf seinen nächsten Fahrer. Nicht mehr lange, denn bald soll er für die Öffentlichkeit buchbar sein.

Samstag, 12.01.2019, 14:15 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 16:52 Uhr
Christoph Glanemann (links) und Johannes Engbruch (rechts) stellen die Ladesäule der Stadtwerke vor. Foto: Simon Döbberthin

Aber auch für fremde E-Wagen stehen die Ladesäulen in der Stadt: „Das Laden des Autos kostet für Inhaber einer Ladekarte von den Stadtwerken zur Zeit monatlich nur fünf Euro“, sagt Johannes Engbruch vom Controlling der Stadtwerke.

In Greven gibt es aktuell insgesamt zwei Ladestationen mit je zwei Ladepunkten. Eine am Rathaus und eine auf dem Parkplatz der Stadtwerke. Diese sind für die Öffentlichkeit gedacht. „Mit der Karte kann man die Ladesäulen aktivieren“, erklärt Christoph Glanemann vom Bereich Technische Projekte der Stadtwerke. „Der Adapter ist kompatibel mit jedem Elektroauto.“ Damit die Parksäulen nicht unnötig blockiert werden, darf man dort nicht parken. Wer es trotzdem tut, der muss mit einem Strafzettel rechnen. „Die Parkstationen dürfen nur für das Laden verwendet werden“, so Glanemann.

Die Stadtwerke besitzen aktuell drei Elektroautos, die sie den Mitarbeitern zur Verfügung stellen – nur zu beruflichen Zwecken. Dennoch ist ein E-Carsharing-Projekt in der Planung. Carsharing habe den Vorteil, dass sich der Kunde neben den Spritkosten die Anschaffungs- und Nebenkosten spart, meint Engbruch.

„Wir müssen nur zehn bis zwölf Leute mit Interesse an einem Auto finden“, erklärt er. „Das ist aber nicht so einfach, da das Auto für jeden gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sein sollte.“ Aus diesem Grund gibt es zum Beispiel die Idee, in den Tiefgaragen von großen Wohnkomplexen Elektroautos zu parken. Da es aber aktuell zu wenig Nachfrage gibt kann das Projekt noch nicht weiter verfolgt werden.

Jetzt wollen die Stadtwerke eine Zwischenlösung vorstellen. „Nach und vor unseren Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr wollen wir das Auto für die Öffentlichkeit zugänglich machen“, erklärt Johannes Engbruch. Im Browser könne man das Auto dann buchen und sehen, wann es von anderen Fahrern belegt ist. „Das Fahrzeug zu fahren, soll voraussichtlich pro Stunde zwei und im Monat 15 Euro kosten“, sagt Glanemann. Ab Anfang März sollen die Autos dann neben den Arbeitszeiten buchbar sein. Johannes Engbruch ist sich sicher: „Im Prinzip ist das Auto nur ein Gebrauchsgegenstand, der einen von A nach B bringt – da kann man ruhig teilen. So können ökonomische und ökologische Vorteile kombiniert werden.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6312701?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Berlin hospitiert in Münster
Gemeinsam auf Streife: Radpolizistin Nicole Pollert und ihr Berliner Kollege Sascha Reichenberger. Dazwischen (v.l.) Polizeipräsident Hajo Kuhlisch, Berlins Verkehrspolizeichef Markus von Stegen und die münsterische Bundestagsabgeordnete Sybille Benning.
Nachrichten-Ticker