Sparkasse baut die Hauptstelle an der Rathausstraße um
Millionen für Technik und Ambiente

Greven -

Die Sparkasse baut ihrer Hauptstelle an der Rathausstraße um. Bis zum Jahresende müssen Kunden und Mitarbeiter in Container ausweichen.

Mittwoch, 11.07.2018, 20:50 Uhr

Der Schalter- und SB-Bereich wird zusammengelegt, die Beratung soll künftig in klimatisierten Kuben mit viel Glas stattfinden. Wohnliche Möbel, gemütliche Farben und W-Lan sollen für Wohlfühl-Ambiente sorgen. Foto: Privat

Vor gut 20 Jahren, als die Hauptstelle der Sparkasse an der Rathausstraße das letzte Mal umgestaltet wurde, gab es noch keine Smartphones, keine Tablets, selbst PCs waren in Privathaushalten noch nicht so verbreitet wie heute. Ergo wurde damals die Bank nach den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet: Es gab acht Schalter, an denen Auszahlungen, Überweisungen und mehr erledigt werden konnten. Heute – iPhone und Co. lassen grüßen – gibt es noch vier Schalter, von denen meistens nur zwei besetzt sein müssen.

Auf diese rasante Entwicklung wird natürlich auch Rücksicht genommen, wenn nun der nächste große Umbau ansteht: Ab dem 30. Juli wird das Erdgeschoss komplett neu geordnet und neu ausgestattet. „Wir investieren hier rund 2,6 Millionen Euro“, sagte Vorstandsvorsitzender Rainer Langkamp bei der Vorstellung der Pläne. Die reinen Baukosten liegen bei rund 1,2 Millionen Euro, eine weitere Million wird in neue Technik (Klima, Heizung, Lüftung) gesteckt.

Zudem werden auch die Arbeits- und Beratungsplätze mit neuer Technik ausgestattet – etwa mit Monitoren mit bis zu 60 Zoll Größe, damit Kundenberater und Kunde gleichermaßen gute Sicht haben. Aus gutem Grund: Die Beratung wird künftig auch räumlich deutlich mehr Platz einnehmen. Die „digitale Beratung“, wie das im Banker-Jargon heißt, wird immer wichtiger, der klassische Schalter für Überweisungen und Co. dagegen immer seltener in Anspruch genommen. Die Folge: „Die Räume in der Hauptstelle sind nicht gut ausgenutzt“, sagt Langkamp. Man werde daher Schalter und SB-Bereich zusammenfassen und das restliche Erdgeschoss für Beratungs-Räume und Arbeitsplätze nutzen. „Der Beratungsbereich wird künftig den deutlich größten Platz einnehmen“, sagt Langkamp. Bei der Gestaltung lege man großen Wert auf gemütliches Wohnzimmer-Ambiente.

Apropos Arbeitsplätze: Statt aktuell 31 Mitarbeiter werden demnächst 48 in der Hauptstelle tätig sein – unter anderem jene, die bis vor kurzem noch im Immo-Center vis-à-vis (Mietvertrag ist gekündigt) tätig waren. Auch die Mitarbeiter der Filiale West (läuft zum Jahresende aus) wechseln in die Hauptstelle. Mit der Volksbank wird man im Westen einen gemeinsamen SB-Bereich einrichten – in den Räumen der bisherigen Volksbank, und das schon ab August.

Während die Hauptstelle umgebaut wird, müssen Mitarbeiter und Kunden in Container ausweichen. Diese werden ab kommender Woche auf dem Parkplatz neben der Sparkasse aufgebaut: 18 Containerräume auf zwei Ebenen. Auch das bereits geräumte Immo-Center soll übergangsweise wieder genutzt werden. Ziel ist es, den Umbau bis zum Jahresende abzuschließen. Der Zugang zum Tresorbereich wird natürlich auch während der Umbauphase gewährleistet, vornehmlich dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags 15 bis 17 Uhr.

Schon mit der Inbetriebnahme des „Container-Dorfes“ am 30. Juli werden neue Servicezeiten für Beratungen eingeführt: täglich von 9 bis 19 Uhr. Die Präsenz im Servicebereich wird dafür zurückgefahren: 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr (donnerstags bis 18 Uhr).

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