Diskussion über Bildung
Prominente Bildungsforscher

Greven -

Prominente Bildungsforscher sprechen in Greven über Bildungschancen.

Montag, 12.02.2018, 18:02 Uhr

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann 
Prof. Dr. Klaus Hurrelmann  Foto: Uni Bielefeld

Einige der profiliertesten deutschen Bildungsforscher nach Greven holen? Ohne Hartnäckigkeit ist das nicht zu machen. Zum Glück kann Ernst Reiling hartnäckig sein. Und zugleich geduldig, wenn es nötig ist. Im Fall von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, der am 15. März in Greven zu Gast ist, dauerte es gar Jahrzehnte. Immer wieder musste Reiling den Forscher an sein vor Urzeiten gegebenes Versprechen erinnern, mal für einen Vortrag nach Greven zu kommen. Letztlich erfolgreich. Im März spricht Hurrelmann zum Thema „X, Y, Zukunft – Wie die jungen Generationen Bildung, Beruf und Politik verändern“.

Doch zunächst gestalten am Donnerstag dieser Woche Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ahmet Toprak aus Dortmund und Soziologe Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani von der Fachhochschule Münster einen Themenabend zum Thema Bildung – und hier vor allem zum Aspekt der Chancengleichheit. „Die soziale Herkunft bestimmt immer noch den Bildungserfolg. Daran hat sich nichts geändert“, sagt Reiling. Wie die Startchancen für Kinder aus Migrantenfamilien (aber natürlich nicht nur für diese) verbessert werden können, darüber werden die beiden Wissenschaftler sprechen. Und mit den Besuchern diskutieren. „Das erhoffen wir uns sehr“, sagt Mit-Organisatorin Lore Hauschild. Die Veranstaltung sei als offenes Forum konzipiert, in der die beiden Wissenschaftler zunächst den Input liefern, dem sich dann ein Austausch mit den Gästen anschließen soll. Gerne auch kontrovers. „Konflikte sind gut“, soll El-Mafaalani mal gesagt haben.

An der vielfältigen Resonanz, die es auf die bisherigen Ankündigungen gab, sei abzulesen, „dass das ein Glücksfall für Greven ist“, sagt Reiling zu den beiden Terminen. In beiden Fällen gehe es darum, „Wissen zugänglich zu machen“, wie Lore Hauschild betont. Wissen zu einem gesellschaftspolitisch überaus bedeutenden Thema: Wem stehen welche Wege offen?

Zur Zielgruppe zählt daher nicht nur Fachpublikum aus dem pädagogischen oder politischen Bereich (Erzieher, Lehrer, Entscheider); sondern ausdrücklich alle, die sich dem Thema verbunden fühlen und sich für Gesellschaftsfragen interessieren. „Beide Vorträge sind auch ein Signal, dass Wissenschaft etwas mit dem Leben zu tun hat“, sagt Lore Hauschild. „Es lohnt sich über das, was dort gesagt wird, nachzudenken.“

Um möglichst vielen Besuchern das Zuhören zu ermöglichen, wurde auf einen sehr moderaten Eintrittspreis geachtet. An beiden Abenden erhält man für 3 Euro Zutritt zum Ballenlager (jeweils ausschließlich Abendkasse) – ein Preis, der nur dank der Unterstützung von Sponsoren möglich ist.

► Donnerstag, 15. Februar, 19 Uhr, Ballenlager: Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani: Herausforderung Integration; Prof. Dr. Ahmet Toprak: „Auch Alis werden Professor“ (Lesung aus seinem autobiografischen Buch).

► Donnerstag, 15. März, 18 Uhr, Ballenlager: Prof. Dr. Klaus Hurrelmann: „X, Y, Zukunft – Wie die jungen Generationen Bildung, Beruf und Politik verändern“.

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