Reformationsjubiläum an der Lutherschule
Luther steht für Mut und Vertrauen

Greven -

Zum 500. Mal jährt sich die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen: Klar, dass die Grevener Martin-Luther-Schule daran nicht vorbeikommt, gar nicht vorbeikommen will. Sie ist immerhin eine evangelische Bekenntnisschule – die einzige Grundschule im Kreis Steinfurt – und trägt Luthers Namen.

Freitag, 23.06.2017, 19:06 Uhr

Im Jahr des Reformationsjubiläums kommt natürlich die Martin-Luther-Grundschule nicht daran vorbei, sich auf ganz besondere Weise mit ihrem Namensgeber auseinanderzusetzen. Nächste Woche folgen Projekttage und ein Luther-Musical, in dem Sinan (hinten, zweiter von links) die Hauptrolle spielt.  
Im Jahr des Reformationsjubiläums kommt natürlich die Martin-Luther-Grundschule nicht daran vorbei, sich auf ganz besondere Weise mit ihrem Namensgeber auseinanderzusetzen. Nächste Woche folgen Projekttage und ein Luther-Musical, in dem Sinan (hinten, zweiter von links) die Hauptrolle spielt.   Foto: oh

Logisch also, dass die Schule sich mit „ihrem“ Luther beschäftigt, und zwar das ganze Jahr lang. Vieles hat es schon gegeben, noch viel mehr wird folgen. In der kommenden Woche steuern die Aktivitäten auf ihren Höhepunkt zu. Die Schule veranstaltet eine Projektwoche mit dem Highlight „Futtern wie bei Luthern“ am Mittwoch. Tänze, Gesänge, Kostüme und Tischsitten jener Zeit inklusive. Die Lehrer deckten sich vor Monaten in einem Karnevalsladen mit Kostümen ein. Am Freitag folgt die Aufführung eines Luther-Musicals, am Samstag dann ein mittelalterliches Schulfest.

Zentrale Botschaften von Luther haben heute weiter Bestand, dies hat das Kollegium mit den Kindern erarbeitet: „Nur keine Angst, Gott hat jeden lieb, jedes Kind ist etwas besonderes“, zählt Nicole Pfingstl aus der Fachschaft evangelische Religion beispielhaft auf. So habe man sich in verschiedenen Mitmachaktionen nicht nur mit der Historie und der Person Martin Luthers auseinandergesetzt, sondern auch mit den Werten, für die er stand und steht. Was damit gemeint ist, verdeutlichten einige Schüler, die im Foyer Arbeitsergebnisse präsentieren, darunter ihre aktuellen Luther-Thesen: kein Krieg, weniger Plastik im Meer, mehr Rechte für Tiere, Rücksichtnahme im Straßenverkehr. An einem „Baum der Hoffnung“ befestigten die Kinder symbolische Früchte – jede steht für einen Wunsch: Zusammenhalt und Freundschaft statt Streit und Missgunst.

„Unser Ziel ist Nachhaltigkeit“, sagt Birgoleit. Man wolle nicht eine Woche mit Luther-Aktionen überfrachten, sondern über das Jahr vermitteln, wofür die Luther-Schule stand und steht: Vielfalt in Einheit. Luther sei dafür eingetreten, dass jeder angstfrei leben dürfe, stark sein und seine eigene Meinung vertreten müsse – auch gegen Widerstände. „Wir legen hier an der Schule Wert darauf, dass wir das Anderssein wertschätzen. Toleranz und Respekt sind Aspekte, die bei uns ganz besonders zum Tragen kommen“, führt die Schulleiterin aus. „Der Wert der Freiheit und die Würde eines jeden einzelnen wird hier wirklich gelebt“, ergänzt Pfingstl.

Im Foyer lässt sich ablesen, was bereits alles lief: Eine Wanderung auf Luthers Spuren, ein biblisches Erlebniskonzert mit Uwe Lal, die Beteiligung beim Gemeindefest, und, und, und . . .

Und auch nach der Projektwoche und Musical sind die Luther-Festspiele an der Luther-Schule noch nicht beendet. Natürlich lässt sich die Schule durch die interaktive Ausstellung führen, die im September in der Christuskirche zu sehen ist. Und auch die nächste Kinder-Uni (27. September) an der Schule widmet sich dem Wesen und Wirken Luthers.

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