Müll an Containerstandorten
Vollzeitstelle für Aufräumarbeiten

Reckenfeld -

Farbeimer, Matratzen, Sperrmüll. Am Entsorgungsstandort Jägerweg werden regelmäßig Abfälle abgeladen, die dort nicht hingehören. Nicht selten fahren Bürger mit prall gefüllten Autos vor, um ihren Unrat loszuwerden – obwohl es „legale“ Alternativen gibt.

Montag, 13.06.2016, 19:06 Uhr

Von einer Beleuchtung des Standortes verspricht sich die Fraktion „Reckenfeld direkt“ eine Reduktion jenes Mülls, der dort nicht hingehört.   Foto: oh

Das Problem hat der Standort nicht exklusiv. Im Gegenteil: Es betrifft im Grunde jeden anderen Entsorgungsstandort im Stadtgebiet. Manche mehr, manche weniger. Die Technischen Betriebe beschäftigen rein rechnerisch eine Vollzeitkraft, die acht Stunden am Tag an 220 Arbeitstagen im Jahr nichts anderes macht, als rund um die Container Müll aufzusammeln und aufzuräumen.

Ob eine Beleuchtung für Abhilfe sorgen kann? Über einen entsprechenden Antrag der Fraktion Reckenfeld direkt“ hatte nun der Bezirksausschuss zu beraten. Für die Verwaltung begründete André Kintrup , warum man im Rathaus gegen eine Beleuchtung ist. Kurzform: Es bringt rein gar nichts. „Es gibt Städte, die ziehen das anders auf. Die haben an jedem Entsorgungsstandort eine Videoüberwachung. Das zieht aber ganz andere, rechtliche Hürden nach sich. Das ist in Greven so noch nicht diskutiert worden. Da haben wir als Verwaltung auch so unsere Probleme damit. Gott sei Dank ist es nicht beantragt worden.“

Ernst Reiling /Reckenfeld direkt) mochte sich mit der Ablehnung nicht abfinden: „Da haben wir eine andere Auffassung. Geht nicht, gibt‘s nicht.“ Der Standort sei ein „sehr neuralgischer Punkt.“ Die Annahme, dass sich durch eine Beleuchtung nichts ändern würde, sei rein hypothetisch. „Wir sollten überlegen, ob wir das nicht ausprobieren.“ Man sei sich doch einig, dass es so nicht weitergehen könne. Einfach nichts zu tun, sei also nicht der richtige Weg.

Er gehe davon aus, dass das illegale Abladen von Müll durch eine Beleuchtung zumindest reduziert werden könnte. Zudem hätte man dann erreicht, dass ein Stück jener dunklen Passage Jägerweg / Kirchweg erhellt werde. Dort gehört nach Reilings Einschätzung auf jeden Fall Beleuchtung hin – Container hin oder her. „Wenn man die Gesamtproblematik sieht, kann man eigentlich nicht dagegen sein.“

War die Ausschussmehrheit aber doch: Alle anderen Fraktionen schlossen sich dem Vorschlag der Verwaltung an, keine Beleuchtung zu installieren. Kintrup verdeutlichte: Technisch sei eine Beleuchtung natürlich machbar – aber eben nicht sinnvoll. „Unsere Erfahrungen an allen andern Entsorgungspunkten zeigen, dass es egal ist, ob beleuchtet wird oder nicht. Es hat keinen Einfluss auf das Müllaufkommen.“

Andreas Hajek bemängelte, dass es grundsätzlich problematisch sei, dass sie Container-Standorte im Ort an den Einfallstraßen platziert seien. „Wenn wir die jetzt auch noch beleuchten und damit hervorheben, fände ich das für Reckenfeld nicht von Vorteil.“ Der Wunsch laute daher, die Müllstandorte nicht an so markanten Stellen zu platzieren.

Auch Bernhard Sebastian (Grüne) hat beobachtet, dass an Standorten mit Beleuchtung auch Müll abgeladen wird. „Warum soll ich hingehen und Geld ausgeben und am Ende ändert sich nichts?“

Bürgermeister Peter Vennemeyer verdeutlichte, dass eine (wirtschaftlichere) Solar-Lösung nicht in Frage komme. „Das haben wir geprüft. Es sei denn, sie entscheiden sich heute, dass wir da die Bäume wegnehmen.“ Soweit wollte der Ausschuss keinesfalls gehen. Es bliebt dabei, dass der Standort nicht beleuchtet wird. Laut Kintrup ist die einzig wirksame Alternative, Müllablader bei der Stadt zu melden (Auto-Kennzeichen aufschreiben) oder sie gleich bei der Polizei anzuzeigen.

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