Genossen das Wort entzogen
Streit um Grundsatzdebatte zum Airportpark

Greven -

Da hatten sich die beiden Genossen plötzlich gar nicht mehr lieb. Eigentlich ging es um die „Übernahme einer Ausfallbürgschaft für die Airportpark-GmbH.“ Das Thema sowie ein Jahresfehlbetrag von mehr als 600 000 Euro wollte SPD-Ratsherr Michael Zweihaus zum Anlass nehmen, über Grundsätzliches im FMO-Gewerbepark zu diskutieren. Ob denn eine „solche Papierfabrik Flughafen affin“ sei, wollte Zweihaus wissen. Nach mehrfacher Aufforderung, sich auf das Thema zu beschränken, wurde Bürgermeister Vennemeyer deutlich: „Ich entziehe ihnen hiermit das Wort.“ Da war Zweihaus baff und sagte nichts mehr.

Freitag, 28.09.2012, 08:10 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 28.09.2012, 08:10 Uhr

Bei der Ausfallbürgschaft geht es vor allem um die Investition in Erschließungsmaßnahmen im Airportpark, die nachfrageorientiert fortgeführt werden sollen. Insgesamt will die Airportpark-Gesellschaft einen Kredit von 1,5 Millionen Euro aufnehmen. Die drei Gesellschafter, die Stadt Münster, der Kreis Steinfurt und Greven, sollen eine Bürgschaft von 500 000 Euro abgeben. „Wir kommen in Teufels Küche“, kritisierte Grünen-Fraktionschef Kösters-Kraft diese Bürgschafts-Übernahme. Er äußerte den Verdacht, dass sich das „Geschäftsmodell nicht mehr trägt.“ Als notwendige Maßnahme stufte Erster Beigeordneter Wolfgang Beckermann die Bürgschaft ein. Für ihn ist klar: „Wenn man eine Gesellschaft vor die Wand laufen lassen möchte, gibt man ihnen keine Bürgschaft mehr.“

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