Bühne für Nachwuchstalente
Greven-Fest mit einem Hauch von Orient

Greven -

Eine Lahmacun, die pikante türkische Pizza? oder Baklava, das honigtriefende Blätterteig-Gebäck? Arabischer Humus, wunderbarer Dip zu knusprigem Weißbrot? Krabbenchips vom Mongolen? Italienische Antipasti? So international konnte man noch bei keinem City-Fest, bei keinem Kinder- und Jugendfesitval in Greven speisen. Kein Wunder – diesmal gehörte der Arbeitskreis „Begegnung der Kulturen“ zu den Organisatoren. Und der sorgte nicht nur für eine ungewöhnliche Vielfalt der angebotenen kulinarischen Genüsse, sondern stellte auch einen internationalen „Greven-sucht-den Superstar“-Wettbewerb auf die Beine. Olcan Mercan hatte dazu die Idee. „Wir haben Teilnehmer von allen weiterführenden Grevener Schulen aus ganz verschiedenen Kulturen“, sagt Karina Rolfes, die Koordinatorin des Arbeitskreises. Schließlich leben „in Greven mehr als 80 Nationen“, wie Bürgermeister Peter Vennemeyer bei der Eröffnung des Festivals bemerkte. Und deren Fähnchen flatterten rund um den Wilhelmsplatz, wo das Jugendfestival stattfand, in einer sachten Septemberbrise.

Montag, 17.09.2012, 09:09 Uhr

  Foto: Peter Beckmann

Die Wettbewerbs-Idee stieß übrigens auf eine Riesenresonanz – 13 Tanz- und Musikgruppen traten zum Wettbewerb an, außerdem Gruppen, die außer Konkurrenz, einfach zum Spaß, ihr Können zeigten wie Go Ape von der Tanzbühne und Ku:llJ aus Saerbeck. Eine Jury folgte gebannt den Auftritten – und führte heiße Debatten, ehe sie Grevens Superstars kürte. Unterdessen ließen es sich die City-Fest-Besucher an weiß gedeckten Tischen zwischen den Imbiss-Ständen schmecken. „Unser Arbeitskreis tagt jetzt seit eineinhalb Jahren, da haben wir einfach mal was ausprobieren wollen“, zeigte sich Rasim Topal , Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde Greven, sehr zufrieden mit der Resonanz. Die Döner-Köche des Moscheevereins hatten alle Hände voll zu tun, um genügend Fleisch zu braten, und die vegetarischen internationalen Spezialitäten, die Hatice Gülnar vom Arbeitskreis „Begegnung der Kulturen“ mit ihren Helfern anbot, waren mindestens genauso gefragt wie die deutsche Bratwurst von nebenan. „Ein Stadtfest als Rahmen für ein Fest der Kulturen ist natürlich ideal, denn da haben wir von vorneherein viele Besucher“, findet Sven Thiele vom Greven Marketing die Verbindung von Kulturenfest, Cityfest und Kinder- und Jugendfestival optimal. Und tatsächlich: So, wie das Kulturenfest die anderen beiden „Unterfeste“ bereicherte, war es auch umgekehrt: Hüpfburgen und Segway-Parcours, Tretboote in Planschbecken, der Stand zum Instrumententest des Spielmannszuges Einigkeit, das Bungee-Springen für Kinder, der Kinderflohmarkt an der Alten Münsterstraße, die Musikkapellen am Marktplatz und im Niederort und natürlich das Seifenkistenrennen des Stadtjugendrings, das diesmal der Familienverband „Wash and Go“ mit seiner originellen Badewanne überlegen gewann, sorgten für Atmosphäre in der Stadt. Und nicht zuletzt lockte der Umstand, dass wie immer beim Cityfest die Geschäfte geöffnet hatten und mit allerlei Überraschungen aufwarteten, zahlreiche Kauf- und Schaulustige in die Innenstadt. Das Konzept, verschiedene Feste zu einem großen „Stadtfest“ zu bündeln, ist diesmal ganz besonders gut aufgegangen.

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