8. Westfälischer Genealogentag in der Gooiker Halle
Anregen zum Nachdenken

Altenberge -

Die Frage nach der eigenen Herkunft stand im Mittelpunkt des Genealogentags. Das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle – darauf sollte man sich aber nicht ausschließlich verlassen.

Sonntag, 24.03.2019, 17:00 Uhr
Auch Werner Witte (kl. Foto r.) und Felizitas Plettendorf (sitzend) vom Heimatverein Altenberge standen beim Genealogentag Rede und Anwort. Foto: ix

Wo komme ich her, wo gehe ich hin? Zwei Fragen, die viele Menschen beschäftigen. Zumindest der eigenen Herkunft lässt sich heute mit vielfältigen Mitteln nachgehen. Um dieses Thema ging es am Samstag beim 8. Westfälischen Genealogentag in der Sporthalle „Gooiker Platz“.

Mehr als 1200 Interessierte fanden den Weg dorthin und suchten das Gespräch mit über 60 Ausstellern und vielen Gleichgesinnten. Zahlreiche Gesellschaften verschreiben sich der Ahnenforschung. „Wir haben den Genealogentag hier vor 16 Jahren initiiert, um in die Öffentlichkeit zu gehen und zu vermitteln, dass man nicht Geschichte studiert haben muss, um sich mit der eigenen Historie zu beschäftigen“, sagt Gabriele Sürig , zweite Vorsitzende der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (WGGF).

Wo komme ich her?

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  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix
  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix
  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix
  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix
  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix
  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix
  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix
  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix
  • Rund die eigene Herkunft ging es beim 8. Westfälischen Genealogentag, der in der Gooiker Halle stattfand. Foto: nix

Auch Heimatvereine waren an diesem Tag präsent, so zum Beispiel der örtliche aus Altenberge. „Unser genealogisches Datenvolumen wird immer größer“, so der zweite Vorsitzende Werner Witte. Dementsprechend können die Heimatfreunde oftmals bei der Beantwortung von Fragen über Familienherkünfte behilflich sein. Manfred Sigges von der Genealogisch-Heraldischen Arbeitsgemeinschaft „Roland zu Dortmund e.V.“ zeigte den großformatig gestalteten Stammbaum der Familie Strauß, der durch seine Kunstfertigkeit beeindruckt. Er gelangte durch Erbschaft in den Besitz der Arbeitsgemeinschaft. Einmal monatlich treffen sich die Enthusiasten und laden Referenten ein, die das Thema Ahnenforschung vertiefen.

„Ich weiß nicht, ob ich jede Internetquelle kenne, Vieles ist auch unbrauchbar“, bemerkte ein junger Mann im Gespräch. Tatsächlich ist das weltweite Netz bei der Suche nach den eigenen Wurzeln ein wichtiges Instrument geworden. „Inzwischen möchte ich es nicht mehr missen“, sagt Sürig. Ein Problem ist allerdings, dass viele Menschen meinen, sie bekämen über das Internet alle gesuchten Daten glaubhaft und präzise angezeigt. Es finden sich jedoch auch zahlreiche Fehlinformationen. „Gerade bei der Familienforschung, in der man es mit vielen Menschen ähnlichen Namens zu tun hat, muss man die Informationen vorsichtig bewerten“, warnt die zweite WGGF-Vorsitzende.

Ebenso können andere Quellen wertvoll sein. Sürig selbst stieß nach dem Tod eines nahen Verwandten auf einen erstaunlichen Fund. In einer Pralinenschachtel, irgendwo versteckt in einem alten Schrank, fand sie die Eheringe der Eltern des Verstorbenen. Ein anrührender Moment. „Die Leute denken immer, ein Schatz sei etwas materiell außerordentlich Teures“, so Sürig. „Doch letztlich wird zum Schatz, was einen berührt.“ Auch das bedeutet Familiengeschichte. Die Beschäftigung damit regt nicht nur zum Nachforschen, sondern auch zum Nachdenken an. Wie ist es den Vorfahren ergangen, welche Probleme hatten sie, wie gut oder schlecht lebten sie eigentlich? Das führt letztlich zu Reflexionen über heutiges Verhalten. Wie geht die Gesellschaft mit Familien um und was passiert mit Menschen, wenn ihnen ihre Wurzeln entrissen werden?

Auch eine Ausstellung mit dem Titel „textile Familienschätze“ gehörte am Samstag zum Genealogentag. Sie machte deutlich, was Frauen geleistet haben, denn dass geht in Geschichtsbüchern oft unter.

 

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