Rettungswache: Baubeginn soll 2020 erfolgen
In zwölf Minuten am Ziel

Altenberge -

In 2020 soll mit dem Bau der neuen Rettungswache an der Einmündung Laerstraße/Florianstraße begonnen werden. Über den Stand der Planungen informierte unter anderem Kreisdirektor Dr. Martin Sommer. Zunächst wird ein Kreisverkehr gebaut, um die Geschwindigkeit auf der Laerstraße zu reduzieren.

Mittwoch, 31.10.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 31.10.2018, 06:00 Uhr
Im Bereich Florianstraße/Siemensstraße/Laerstraße wird zunächst ein Kreisverkehr gebaut. In 2020 soll dann die neue Rettungswache in Höhe des Waldgebietes errichtet werden. Stellten die Pläne für die neue Rettungswache vor (v.l.): Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, Bürgermeister Jochen Paus, Christoph Röwekamp vom Bauamt und Norbert Reimann vom Planungsbüro Hahm. Foto: mas

Die neue Rettungswache in Altenberge soll als einstöckiges Flachdachgebäude gebaut werden, das auf einem Plateau zwischen der L 579 und dem Wald am Einmündungsbereich von Laerstraße/Florianstraße liegt. Das Gelände der Wache wird durch Böschungen gegen den Wald und die Landesstraße abgegrenzt. Zwischen den Gebäuden und dem Böschungsbereich gibt es ebene Flächen, die eine Umfahrung des Gebäudes und das Abstellen von Fahrzeugen ermöglichen. Zum Wald hin wird vorschriftsmäßig aus Sicherheitsgründen ein Abstand von maximal 20 Metern eingehalten. Darüber hinaus ist mit Büschen und Sträuchern eine „Vorpflanzung“ zum Wald geplant. Ein Stück des eigentlichen Waldes muss weichen, dafür wird eine Ausgleichsfläche im Grenzbereich zu Havixbeck/Hohenholte im Niederungsbereich der Münsterischen Aa bepflanzt.

Am Montagabend stellten Bürgermeister Jochen Paus und Diplomingenieur Norbert Reimann vom Planungsbüro Hahm (pbh) die 66. Änderung des Flächennutzungsplanes und den Bebauungsplan Nr. 90 „Rettungswache“ in einer öffentlichen Bürgerversammlung vor. Sie fand zur Schaffung des Planungsrechtes im Zuge des Bauleitplanverfahrens im Bürgerhaus statt.

Kontroverse Diskussionen entwickelten sich nicht, mehrere Nachfragen zum Thema konnten zufriedenstellend beantwortet werden. Die Verfahrensunterlagen sind noch bis zum 5. November im Bürgeramt der Gemeindeverwaltung, Zimmer E.2., oder im Internet einsehbar.

Kreisdirektor Dr. Martin Sommer erläuterte die Notwendigkeit der Rettungswache. „Der Kreis Steinfurt als Träger des Rettungsdienstes ist verpflichtet ihn so zu organisieren, dass im Kreisgebiet bei möglichst 90 Prozent aller Einsätze der Notarzt oder der Rettungswagen innerhalb von zwölf Minuten vor Ort ist“, so der Kreisdirektor. Eine Überprüfung ergab, dass dieses Ziel in den letzten Jahren nicht immer erreicht werden konnte. Empfohlen wurde nun, in Altenberge eine zusätzliche Rettungswache zu bauen, um das südliche Kreisgebiet insbesondere auch in Richtung Laer abzudecken. Daraus resultiert die Wahl des Standortes an der Laerstraße. „Wir gehen davon aus, dass wenn die Rettungswache gebaut ist, die vorgegebene Hilfsfrist von zwölf Minuten in den meisten Fällen eingehalten werden kann“, sagt Sommer. Die bisherige Verschlechterung der Quote ist wohl den enorm gestiegenen Einsatzzahlen innerhalb den vergangenen zehn Jahre geschuldet. Unter anderem wird dafür die demografische Entwicklung verantwortlich gemacht.

Dem Bau der Rettungswache vorgeschaltet ist die Errichtung eines Kreisverkehrs am Kreuzungsbereich Laerstraße/Florianstraße. „Er soll dazu dienen, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der L 579 zu reduzieren“, so Paus. Zurzeit sind noch 80 Stundenkilometer erlaubt. Darüber hinaus stehen eine gesicherte Zufahrt zur Rettungswache und zum Feuerwehrgerätehaus im Fokus. Dementsprechend großzügig soll der Kreisverkehr angelegt werden.

„Wir rechnen damit, dass wir die Rechtskraft des Bebauungsplanes zirka Mitte 2019 haben werden“, so Bürgermeister Jochen Paus. Zunächst wird der Kreisverkehr realisiert, in dieser Zeit gibt es eine Notzufahrt zur Feuerwehr, die über das zukünftige Gelände der neuen Rettungswache führt. Im Jahr 2020 kann voraussichtlich mit dem Bau der Rettungswache begonnen werden. „Die Bauzeit von einem Jahr scheint realistisch“, sagt Paus.

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