„Rettet die Bienen! – Wir bauen Insektenhotels“
Jeder kann helfen

Altenberge -

„Der Rückgang der Wildbienen ist alarmierend“, sagt Susanne Opp Scholzen. Und das soll zumindest in Altenberge nicht so bleiben. Deshalb startet sie mit zahlreichen Kooperationspartnern die Aktion „Rettet die Bienen! – Wir bauen Insektenhotels“.

Mittwoch, 21.03.2018, 19:03 Uhr

Unter Federführung von Susanne Opp Scholzen (2.v.r.) wurde die Aktion „Rettet die Bienen! – Wir bauen Insektenhotels“ ins Leben gerufen. Die Kooperationspartner trafen sich zur Vorbereitung in der Kulturwerkstatt. Foto: mas

„Wildbienen sind in einem alarmierenden Rückgang begriffen“, sagt Susanne Opp Scholzen. „Jede zweite Art steht bereits in den ,Rote Listen´.“ Mit diesem Zustand möchte sich die Leiterin der Jugendkreativwerkstatt allerdings nicht zufrieden geben. Umweltschutz kann vor der Haustür anfangen. Deshalb hat die Kulturwerkstatt in Kooperation mit dem Ortsverband der Grünen, dem Nabu Steinfurt, „Erdwege“ (Wildnispädagogen), den Kitas Heckenrose und Moosstiege sowie dem Familienbündnis und dem Eine-Welt-Kreis – Bewahrung der Schöpfung die Aktion „Rettet die Bienen – Wir bauen Insektenhotels“ ins Leben gerufen.

Opp Scholzen ist sich sicher: „Wir können diesen überaus friedfertigen Summern mit einfachen Mitteln wirkungsvoll helfen.“ Und zwar mit einer Nistwand oder mit einzelnen Nisthilfen.

Am 14. und 21. April finden jeweils generationsübergreifende Insektenhotel-Bauaktionen statt (siehe Infokasten). Willkommen sind Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkeln. In den Nisthilfen finden dann nicht nur Bienen, sondern auch andere Insekten Unterschlupf.

„Wir möchten das Thema Insektensterben ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken“, sagt Karl Reinke, Sprecher des Grünen-Ortsverbandes. Besonders freuen sich Opp Scholzen und Reinke über die vielen Partner, die mit ins Boot geholt wurden. Dazu gehört auch die Cordula und Peter Nemitz Stiftung, die sich unter anderem für den Natur- und Tierschutz einsetzt. Außerdem sollen junge Menschen vor Vernachlässigung und Misshandlung bewahrt werden, so der Stiftungszweck. Sofort war das Ehepaar von dem Projekt angetan und sicherte finanzielle Hilfe zu. „Wir sind da, insbesondere, wenn sich, wie in diesem Fall, die Tiere nicht wehren können“, erklärt Cordula Nemitz.

„Rettet die Bienen“ soll keine einmalige Aktion sein, wenn es nach den Vorstellungen von Opp Scholzen geht: „Vielleicht kann hieraus ja ein Aktionsbündnis werden.“ Nachhaltiger Umweltschutz soll in den Kitas, wenn möglich auch in den Schulen und in den Familien weitergeführt werden, so der Ansatz. Es gehe um das gemeinsame Interesse, dem Insektensterben wirksam vor Ort entgegenzuwirken, betont Opp Scholzen.

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