CDU-Fest „Zwischen den Jahren“
Ist die CDU orientierungslos?

Altenberge -

„Was wird aus der CDU?“, fragte der Politologe Professor Dr. Paul Kevenhörster am Freitagabend beim traditionellen „Fest zwischen den Jahren“ der Altenberger Christdemokraten. Im Saal Bornemann versammelten sich zahlreiche Mitglieder sowie als besondere Gäste die Kreisvorsitzende, Landtagsabgeordnete und NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking, Kreisdirektor Dr. Martin Sommer und andere.

Montag, 01.01.2018, 14:01 Uhr

Ehrung langjähriger Mitglieder (v.l): Reinhold Beckmann, Bernhard Bäumer, Josef Kormann, Reinhold Heitmann, Christina Schulze Föcking und Markus Tönsgerlemann. Professor Dr. Paul Kevenhörster (r.) stellte kritische Fragen an die CDU.
Ehrung langjähriger Mitglieder (v.l): Reinhold Beckmann, Bernhard Bäumer, Josef Kormann, Reinhold Heitmann, Christina Schulze Föcking und Markus Tönsgerlemann. Professor Dr. Paul Kevenhörster (r.) stellte kritische Fragen an die CDU. Foto: nix

Kevenhörster hielt einen humorigen, aber durchaus kritischen Vortrag. Dabei stellte er provokante Fragen wie „Ist die CDU orientierungslos und entkernt worden?“ Er zitierte den spanischen Jesuiten, philosophischen Schriftsteller und Hochschullehrer Balthasar Gracián (1601 – 1658). Jener riet einst in seinem Orakel der Weltklugheit, „keine untergehende Sonne zu werden“. Der Professor hält das auch für eine wichtige Empfehlung in Richtung der Partei. Die CDU solle sich „sachlich erneuern“ und in den „inhaltlichen Konturen“ besser werden, um ihre wichtige Rolle in der politischen Landschaft zu verteidigen.

Höhepunkt des Abends war die Ehrung langjähriger Mitglieder, vorgenommen vom Vorsitzenden der Altenberger Christdemokraten, Markus Tönsgerlemann, seinem Stellvertreter Reinhold Beckmann sowie Christina Schulze Föcking . Für 50-Jährige Treue wurden Josef Kormann und Reinhold Heitmann ausgezeichnet, für 40 Jahre Mitgliedschaft Maria Stoeveken. Anerkennung für 25 Jahre Zugehörigkeit erfuhren Bernhard Bäumer, Sabine Cordes, Sigrid Schulze-Isfort und Dr. Thomas Berning. Nicht alle waren persönlich anwesend.

Christina Schulze Föcking berichtete von ihrer Arbeit als Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz. „Diese Herausforderung macht mir viel Freude“, hob sie hervor. Die Bandbreite der Themen sei sehr groß. Es sei außerordentlich wichtig, Naturschützer und Landwirte miteinander zu versöhnen. Dazu habe sie viele Beteiligte an einen Tisch geholt und festgestellt, dass in diesem Prozess „alle mit anpacken wollen“. In einem Dialog, der alle Positionen ernst nehme, sieht sie gute Chancen.

Den Altenbergern versprach die Ministerin, auch weiterhin ein offenes Ohr für ihre Anliegen zu haben. „Ich werde sicherlich seltener vor Ort sein als sonst, aber sprechen Sie mich an, wenn ich etwas für Sie tun kann“, betonte sie.

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