Aufklärungskampagne zum FAS
Jedes Glas ist ein Risiko

Kreis Steinfurt -

Regelmäßig ein Gläschen Wein in der Schwangerschaft? Bloß nicht. „In dieser Zeit ist jeder Alkoholkonsum ein Risiko. Nur 0,0 Promille bewahren das Kind davor, an einem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) zu erkranken. Das ist die schwerste Form der Schädigung eines Ungeboren durch Alkohol. Das gilt es mit allem Einsatz zu verhindern,“ erklärt Doris Gremplinski. Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreises hat jetzt noch einmal betont, wie wichtig ihr der Antrag ihrer CDU-Fraktion war, eine breit angelegte Aufklärungskampagne zum FAS im Kreis Steinfurt zu initiieren.

Donnerstag, 20.12.2018, 06:00 Uhr
Gisela Köster (l.) und Doris Gremplinski von der CDU haben sich mit Stefan Zimmermann (Geschäftsführer Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg) betonen, wie groß die Risiken von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist.

Viele tausend Babys kommen pro Jahr in Deutschland mit Alkoholschäden zur Welt. Das Spektrum der Beeinträchtigungen reicht von leichten Konzentrationsproblemen bis zu starken Schäden in der geistigen und motorischen Entwicklung, Wachstumsstörungen und Gesichtsfehlbildungen.

Beim Besuch des CDU-Arbeitskreises beim Diakonischen Beratungszentrum Lengerich haben Friedrich Thoss und Diakoniegeschäftsführer Stefan Zimmermann deutlich gemacht, dass die Zahl betroffener und ratsuchender Familien in der Region zunimmt. In zahlreichen Kontakten mit Betroffenen, Pflegefamilien, Schulen und Beratungsstellen seien das FAS und die schwerwiegenden, lebensbestimmenden Konsequenzen für die Betroffenen ein Thema in diesem Jahr gewesen.

Um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für dieses Problem zu wecken, ist es Gisela Köster gelungen, über den Verein „confugium“ in Ibbenbüren eine Ausstellung zu machen. Jugendamt und Gesundheitsamt werden, so ergänzt Gremplinski, mit Fachveranstaltungen und weiteren Aktionen die Aufklärungsarbeit im nächsten Jahr unterstützen.

Einig waren sich die Initiatoren, dass angesichts einer vermeidbaren, lebenslangen Schädigung und großem Leid für die Familien viele Anstrengungen erforderlich sind, um das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen und Verhaltensänderungen zu bewirken. Die steigende Zahl von betroffenen Kindern müsse gestoppt werden. „Es gibt für Schwangere keine unbedenkliche Trinkmenge und keine Schwangerschaftsphase, in der Alkoholkonsum unbedenklich ist. Aufklärung, Information und Sensibilisierung ist trotz langjähriger Aufklärung notwendig, um Neuerkrankungen zu verringern, bestenfalls ganz zu vermeiden“, waren sie Gesprächsteilnehmer einig. Im Jugendhilfe- und Gesundheitsausschuss des Kreises hat der Antrag große Zustimmung erhalten.

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